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Zaha Hadid

Designer
Magazin Designer Zaha-Hadid.
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„Das Wichtigste ist die Bewegung, der Fluss der Dinge, eine nicht-euklidische Geometrie, in der sich nichts wiederholt: eine Neuordnung des Raumes.“

Aufsehen erregte Zaha Hadid zu Beginn ihrer Karriere hauptsächlich durch ihre sehr speziellen Entwürfe wie etwa das fragmentierte, splitternde Gebäude der Feuerwache im Vitra-Werk in Weil am Rhein mit seinen spitzen Winkeln und messerscharfen Kanten.

Im Laufe der Zeit wurde ihre Formensprache zunehmend weicher. Gerade in Zusammenarbeit mit ihrem deutschen Büropartner Patrik Schumacher verfeinerte Hadid ihr Formenrepertoire kontinuierlich: Das Museum für moderne Kunst MAXXI in Rom und das BMW-Werk in Leipzig sind Häuser, die mit ihren eleganten Schwüngen und überraschenden Raumerfahrungen als vollendet gelten. Für das Zentralgebäude des Automobilherstellers erhielt sie 2005 den Deutschen Architekturpreis.

Aber erst nachdem sie 2004 und 2009 die beiden wichtigsten Preise der internationalen Architekturwelt gewonnen hatte (den Pritzker-Preis und den Praemium Imperiale), war sie anerkannt genug, um sich selbstbewusst in der Riege ihrer vorherrschend männlichen Kollegen zu behaupten.

Als exzentrische Skulpteurin von Beton hat Zaha Hadid ihre Branche international geprägt. In den letzten Jahren baute sie vor allem außerhalb Europas, primär in Asien und den USA, wie zum Beispiel das Rosenthal Center for Contemporary Art in Cincinnati, das Opera House in Guangzhou und den Innovation Tower in Hongkong. Hierzu kamen einige Sportanlagen, wie die Bergisel-Schanze bei Innsbruck oder das Schwimmstadion für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London.

Zaha Hadid starb nach einer Bronchitis mit nur 65 Jahren an Herzversagen. Ihre Gebäude werden bleiben – wie ihre Schuhsammlung. Darunter übrigens auch jene Modelle, die sie 2008 für die brasilianische Marke Melissa Plastic Dreams als Designerin entwarf: sommerliche Damensandalen aus natürlichem Kautschuk, die mit fließenden Bewegungen wie schwebend den Fuß umspannen. Echte Hadids eben.

Zaha Hadid

Architektin

Die Eine unter den ganz Großen: Die aus dem Irak stammende Architektin mit britischer Staatsangehörigkeit Zaha Hadid (1950-2016) galt lange als die einzige Frau unter den großen Architekten und war nicht nur für ihren fließenden Baustil bekannt, sondern auch für ihre Schuhsammlung. Rund 500 Paare soll Zaha Hadid besessen haben. Ein weiterer Hinweis auf die Vielseitigkeit dieser ungewöhnlichen Frau. Denn auch als Architektin erfand sie sich und ihre Tätigkeit immer wieder neu und wagte Ausflüge in viele angrenzende Bereiche des Designs: Sie entwarf Möbel, Geschirr, Weinflaschen, Besteck und nicht zuletzt den Prototyp eines Autos.

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