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Kaj Franck

Designer
Magazin Klassiker Kaj-Franck
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„Die einzige Möglichkeit, die gestaltungstechnischen Probleme von Gebrauchswaren zu lösen, besteht darin, radikal und sozial zu sein.“

Sein Weg als Designer begann in Helsinki, wo Franck bis 1932 an der Zentralen Schule für Industriedesign (Taideteollinen Korkeakoulu) Möbeldesign studierte. Von 1933-1934 arbeitete er zunächst als Katalogillustrator für die Riihimäki-Glaswerke, bevor er sich in den folgenden Jahren als Innenarchitekt, Dekorateur und Textilgestalter betätigte und seine Karriere 1939 durch die Einberufung zum Militärdienst unterbrochen wurde.

1945 begann die Zusammenarbeit von Kaj Franck mit der Firma Arabia, für die er lange Jahre als Chefdesigner tätig war. Für die finnische Familienwohlfahrtsvereinigung entwarf Franck 1946 Gebrauchsgeschirr. Im Jahr darauf nahm er an einem von der Firma Iittala veranstalteten Designwettbewerb für Gläser teil und gewann gemeinsam mit dem Designer Tapio Wirkkala den ersten Preis.

So kam es, dass Franck in den Jahren 1946-50 Pressglaswaren für Iittala entwarf, wie etwa die praktischen Wasserkaraffen und Trinkgläser der Kartio-Serie. 1952 entstand seine Geschirr-Serie Kilta für Arabia, die nicht mehr als traditionelles Service konzipiert wurde, sondern als einzelne Bestandteile frei kombiniert waren.

Eines der letzten Projekte des Designers war die Neugestaltung dieser Serie, die ebenfalls im Auftrag von Arabia entworfen wurde. Hieraus ergab sich ein konsequentestes, für Franck typisches Design: die Teema-Serie von 1977 besteht aus 19 verschiedenen Teilen, die allein auf den elementaren geometrischen Formen Kreis, Quadrat und Kegel basieren. Diese Reduktion auf das Allerwesentlichste spiegelt am deutlichsten Francks Überzeugung wider: Die einzige Möglichkeit, die gestaltungstechnischen Probleme von Gebrauchswaren zu lösen, bestehe darin, radikal und sozial zu sein.

Kaj Franck

Designer

Kaj Franck (1911-1989) gilt neben Tapio Wirkkala und Timo Sarpaneva als einer der bedeutendsten und erfolgreichsten finnischen Designer und ist besonders bekannt durch seine Entwürfe für das Unternehmen littala. Seine Porzellangegenstände sind für den täglichen Gebrauch entworfen, hiervon leitete er seine Ideale und die Anforderungen ab, denen das Design entsprechen musste. Ein als gut und schön zu bezeichnender Gegenstand musste in seinen Augen auch haltbar, robust, leicht zu reinigen, funktionell, gerechtfertigt und unentbehrlich sein. Alle überflüssige Dekoration wurde in seinen Entwürfen vermieden.

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