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Isamu Noguchi

Designer
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„When an artist stops being a child, he stops being an artist.“

Isamu Noguchi

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Isamu Noguchi (1904-1988) fand in der Kunst den Rückhalt, der ihm sonst fehlte. Sein Vater, Yone Noguchi, war ein japanischer Dichter, seine Mutter, Leonie Gilmour, eine amerikanische Schriftstellerin. Als einsames Scheidungskind zwischen verschiedenen Kulturen fand er in der Kunst seine Heimat. Berühmt sind nicht zuletzt seine fragil-verdrehten Papierleuchten. Als Inspiration dienten die Bootslaternen japanischer Fischer. Über 35 Jahre hinweg ergänzte er die Kollektion jedes Jahr durch eine neue Variante. Seine Laterne in Form einer Kugel ist millionenfach kopiert worden.

Noguchi absolvierte zunächst eine Ausbildung als Kunsttischler in Japan und später als Bildhauer bei Gutzon Borglum in den USA. Danach legte er einen Exkurs ein und studierte Medizin an der Columbia University, um später wieder zu seinem Ursprung zurückzukehren und als Assistent des Direktors der Leonardo da Vinci Art School in New York zu arbeiten. Wenig später gründete er sein eigenes Atelier. 1927 erhielt er für zwei Jahre ein Guggenheim-Stipendium. Er nutze diese Zeit, um bei Constantin Brâncuşi in Paris zu arbeiten und sein erste Ausstellung in New York zu eröffnen. 1930 setzte er sein Studium, dieses Mal in der Pinselzeichnung in China und dem Arbeiten mit Ton beim Töpfer Jinmatsu Uno in Japan, fort. Für den amerikanischen Möbelhersteller Herman Miller entwarf er viele Tische, unter anderem den berühmten Coffee Table (1945). Zudem gestaltete er Bühnenbilder, Requisiten und Figurinen.

Auch in der Architektur fand sich Noguchi in verschiedenen Kulturen wieder. Als Architekt gestaltete er zahlreiche öffentliche Plätze und Gärten wie den Billy Rose Sculpture Garden im Jerusalemer Nationalmuseum (1960-1965) und Brücken für den Friedenspark in Hiroshima (1951-1952). Bekannt sind auch seine abstrakten Skulpturen aus Bronze, Granit, Travertin, Marmor und Holz.

Die Columbia University erteilte ihm 1984 den Ehrendoktor. 1987 wurde er mit der National Medal of Arts des Präsidenten der USA und 1988 mit dem Orden des Heiligen Schatzes dritter Klasse ausgezeichnet.

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