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Axel Kufus

Designer
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Axel Kufus

Designer

Der deutsche Industrie- und Möbeldesigner Axel Kufus (*1958) gilt als einer der Mitbegründer des „Neuen Deutschen Designs“. Den ersten großen Erfolg verschaffte dem Designer der Blaue Sessel, den dieser in Zusammenarbeit mit der Bildhauerin Ulrike Holthöfer anfertigte. Der Blaue Sessel ist heute unter anderem im Kunstmuseum Düsseldorf zu sehen.

Nach dem Abitur absolvierte Kufus eine Tischlerlehre (1977-1979) in Kempten. Er arbeitete in den folgenden Jahren mit dem Bildhauer Richard Mühlemeier und der Bildhauerin Ulrike Holthöfer zusammen. 1938 erhielt er den Meisterbrief im Tischlerhandwerk. Ab 1984 entstanden erste Projekte im Kontext des Neuen Deutschen Designs. Kufus studierte (1984-1986) Industrial Design an der UdK in Berlin. Von 1986 bis 1994 war der Designer Teilhaber der Crelle-Werkstatt in Berlin, mit der er eigene serielle Möbel produzierte und vertrieb. Mit den Designern Andreas Brandolini und Jasper Morrison gründete Kufus die Gruppe Utilism International, die ihren Schwerpunkt auf Ausstellungsdesign und Stadtplanung legte. Mit seiner Frau Sybille Jans-Kufus führt er seit 1990 ein Werkstudio in Berlin. Kufus nahm viele Lehrtätigkeiten als Professor, unter anderem im Produkt-Design an der Bauhaus-Universität Weimar und im Entwerfen und Entwickeln im Design an der Universität der Künste Berlin, an. Seit 2015 ist er Direktor des Instituts für Produkt- und Prozessgestaltung der UdK in Berlin.

Internationale Anerkennung erlangte Kufus nicht zuletzt mit dem Regal FNP (1989). Dahinter steht der eher ironisch gemeinte Name Flächennutzungsplan. Kufus fertigte das Regal innerhalb weniger Stunden aus der Not heraus an - er benötigte Stauraum in seinem Büro. Das Regal besteht aus unbehandelten MDF-Platten und einer Aluschiene. Im Design eher zurückhaltend überzeugt das FNP mit höchster Funktionalität und ist zudem für jeden erschwinglich. Das Regal soll vom jeweiligen örtlichen Tischler hergestellt werden. 

Kufus führt am Campus Charlottenburg experimentelle Kooperationsformate wie den DesignReaktor, das Schwarm-Labor oder die UdK-Kollisionen durch. In Kooperation mit dem Auswärtigen Amt hat er die DeutschlandKollektion und das HumanRightsLogo entwickelt. Als Innenarchitekt war er unter anderem für die Gestaltung der Johanneskirche in Düsseldorf (1997), der Kirche Thomas von Aquin in Berlin (1999) und das Kompetenzzentrum Koblenz (2006) verantwortlich.

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