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Lena Terlutter über Familie & Karriere

17. August 2020 / Homestories
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Interview: Laurie Hilbig; Fotos: Lena Terlutter
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Multitasking-Talent

Eine absolute Powerfrau: Lena Terlutter ist Unternehmerin, Boutique-Inhaberin und eine der größten deutschen Influencerinnen in der Mode- und Lifestylebranche. Sie hat drei kleine Töchter, ist gerade zum vierten Mal schwanger und glücklich verheiratet. Wie sie ihren herausfordernden Alltag erfolgreich meistert, erklärt sie uns im Interview. Ganz nebenbei zeigte sie uns die jüngste Veränderung ihres schönen Gutshofes, denn auch im Wohnzimmer gab es Neuzuwachs. Ein Möbel, das sie selbst als Herzstück bezeichnet…

Liebe Lena, du bist zum vierten Mal schwanger, herzlichen Glückwunsch! Zudem bist du erfolgreiche Unternehmerin und immer auf Achse. Gib uns doch mal einen Einblick in einen typischen Wochentag – wie kombinierst du Privatleben und Beruf?

Dankeschön! Wie der Alltag mit drei Kindern plus einem Baby sein wird, kann ich jetzt noch nicht genau einschätzen. Aber so sieht mein Tag momentan aus: Mein Mann bringt morgens auf seinem Weg ins Büro die Kinder in den Kindergarten beziehungsweise zur Schule. Ich setze mich dann sofort an meinen Schreibtisch und koordiniere den Tag. Wir haben drei Unternehmen: Die Boutique Belgique, unsere Real Estate Company und die Lena Terlutter Agency, die Social Media Konzepte nicht nur für meinen eigenen Account, sondern auch für Firmen plant und umsetzt. Da ist also kein Tag gleich, sondern richtet sich nach den jeweiligen To Dos und deren Prioritäten.

Meistens mache ich ein paar Stunden Office Work und treffe dann meinen Mann und Geschäftspartner Leonard zum Lunch. Da sprechen wir alles ab, was ansteht und wie wir die Kids koordinieren. Ich finde es spannend, dass wir nie Routine oder gleiche Tagesabläufe haben. Jeder Tag ist anders und oft überraschend!

 

Du hast viel Erfahrung im Mama-Sein und bist auch beruflich sehr erfolgreich. Was hast du aus besonders herausfordernden Zeiten gelernt?

Als unsere erste Tochter auf die Welt kam, hatten wir noch keine feste Nanny, sondern viel Unterstützung von unseren Eltern. Das war natürlich unfassbar wertvoll, aber ich habe gelernt, dass die selbstbestimmte Organisation mit Kindern sehr viel einfacher ist. Seit der Geburt unserer zweiten Tochter hatten wir eine feste Hilfe und das war Gold wert. Ich habe trotzdem viel von Zuhause aus gearbeitet und dadurch nicht das Gefühl gehabt, ich hätte etwas versäumt. Bei allen Kindern habe ich keine Pause gemacht, sondern vom Krankenhaus aus weitergearbeitet. Nicht weil ich musste, sondern weil ich wollte. Rückblickend war das vielleicht etwas zu viel. Ich glaube, dieses Mal gönne ich mir ein bis zwei Wochen Ruhe.

 

Eine Frage zum Thema Ehe: Auf deinen Bildern seht ihr immer sehr glücklich miteinander aus. Hast du drei Tipps für eine gute Partnerschaft trotz eines stressigen Alltags?

Genau das ist unser Glückskonzept: Unser „busy life“, beziehungsweise das Teilen und Hinarbeiten auf gemeinsame Ziele, Werte und Ideale. Wir machen alles zusammen und wenn wir getrennte Termine haben, rufen wir uns sicherlich mindestens zehn Mal an, da rollen meine Freundinnen schon manchmal mit den Augen (lacht).

Unsere Stärken haben sich perfekt ergänzt und wir sind nur zusammen so stark – das gilt für den Job, aber auch für das Private. Jede Beziehung ist so individuell. Für uns ist es einfach wichtig, ganz viel zusammen und vor allem auch ohne Kinder zu unternehmen. Wenn ich einen wirklich wertvollen Tipp geben kann, dann: Nehmt euch Zeit füreinander! Gemeinsame Abende zu zweit, mindestens einmal pro Woche.

Und wie entspannst du gerne für dich alleine?

Einen Abend mit meinen Freundinnen zu verbringen oder mal alleine für mich zuhause zu sein, gilt für mich schon als Auszeit. Zum Beispiel, wenn Leonard mit den Kindern seine Eltern besucht. Ansonsten kann ich wunderbar bei einer Spa-Behandlung entspannen, am liebsten bei Dr. Barbara Sturm in Düsseldorf.

 

Thema Corona-Krise: Was war hier die größte Herausforderung für dich und deine Familie und wie habt ihr sie gemeistert?

Von Zuhause aus zu arbeiten und gleichzeitig die Kinder zu betreuen – auch schulisch – war die größte Herausforderung für uns. Trotzdem waren wir uns immer unserer privilegierten Situation bewusst. Es gab schönes Wetter, wir haben einen großen Garten und konnten weiterhin unseren Tätigkeiten nachkommen. Rückblickend war diese intensive Zeit mit der Familie auch sehr schön.

 

Du wohnst auf einem großen Gutshof in Köln, den ihr renoviert habt. Wo findet das vierte Kind seinen Platz?

Die Kinder haben im dritten Obergeschoss ihre eigene Etage und theoretisch hat auch jede ihr eigenes Zimmer. Momentan schlafen sie aber fast immer alle zusammen und sind unzertrennlich. Ich denke, sobald sich das ändert und auch Nummer vier sein eigenes Zimmer haben möchte, müssen wir nochmal eine Wand ziehen oder den ausgebauten Dachboden als weiteres Zimmer in Betracht ziehen. Platz haben wir genug, wir müssten ihn im Zweifel nur anders aufteilen. Geplant war das Baby nicht, ist aber sehr willkommen!

Neuzuwachs: Lenas "Herzstück", der La Chaise von Vitra (u.li.) und der Saarinen Beistelltisch von Knoll International mit Marmorplatte (oben)

Beim Thema Wohnen liebst du die Farbe Weiß. Wie bleibt dein Zuhause mit drei kleinen Kindern noch so sauber und ordentlich?

Bei uns gibt‘s einfache Regeln: Gegessen wird nur am Tisch und nicht auf den Sofas und Spielsachen müssen am Ende des Tages an ihren Platz zurückgestellt werden. Das klappt natürlich nicht immer und ich räume auch viel auf, aber ich liebe und brauche es sortiert. Mein Arbeitsalltag ist bunt, voll und chaotisch, da brauche ich absolute Ruhe und Ordnung in meinem Zuhause. Wenn doch mal was daneben geht: Auf einem unserer Sofas liegen zwei riesige Tagesdecken, die man gut waschen kann.

 

Was hat sich in deinem Zuhause seit unserem letzten Gespräch vor drei Jahren verändert?

Es ist wohnlicher geworden. Als ihr das letzte Mal da wart, da sind wir gerade frisch eingezogen und die Einrichtung war noch im Prozess. Die größte Veränderung war mit Sicherheit unsere neue, große und offene Küche, für die wir eine riesige Wand einreißen und leider einen Kamin opfern mussten. Meinem Stil bleibe ich treu, ich liebe Designklassiker und vor allem die Farbe Weiß. Es sind einige neue Möbel und Accessoires eingezogen und umgestellt habe ich auch, aber das mache ich sowieso gerne und regelmäßig.

 

Kürzlich hast du dein Repertoire mit dem La Chaise von Vitra erweitert. Der passt wirklich perfekt zu dir und deiner Ausstrahlung, finden wir! Was hat dich bei diesem Möbelstück besonders angesprochen?

Ich hatte dieses Liebhaberstück schon immer auf meiner Wunschliste. Der Stuhl ist für mich mehr ein Kunstobjekt als ein Lounge Stuhl – obwohl er wider Erwarten total gemütlich ist. Ich möchte ihn bewusst in Szene setzen. Ich kann mich noch immer nicht so richtig entscheiden, ob er in meinem Office vor dem großen Sprossenfenster am besten zur Geltung kommt oder in unserer großen Wohnhalle. So oder so wirkt er wie für unser Haus gemacht. Die Form, die Großzügigkeit des Sessels und die Farbe in Kombination mit unseren hölzernen Balken spricht für sich – der La Chaise von Vitra wird für immer mein Herzstück bleiben.

Zu Zeiten des Lock-Downs entdeckten viele Menschen Ihr Zuhause ganz neu. Wo ist dein momentaner Lieblingsplatz daheim?

Für mich war Wohnen schon immer unfassbar wichtig. Ich erfreue mich täglich an unserem Haus, den goldenen Sonnenstrahlen, die wir ab morgens im Wintergarten und bis abends im Büro haben. Momentan weiß ich besonders unseren wilden, blühenden und schattigen Garten sehr zu schätzen. Ich freue mich aber auch wieder auf kuschelige Tage vor dem Kamin ab November.

 

Liebe Lena, ganz herzlichen Dank für deine offenen Worte und den Einblick in dein Zuhause! Wir wünschen dir alles Gute – vor allem weiterhin für deine vierte Schwangerschaft.