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AmbienteDirect x Carl Hansen: Unser Event in München

7. November 2023 / Firmennews
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Im Designtalk: Journalistin Valerie Präkelt und Designerin Rikke Frost.
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Die Geschichte hinter einem Entwurf

Haben Sie sich schon einmal gefragt, welche Geschichte hinter dem Möbelstück steckt, auf dem Sie gerade sitzen? Sofa ist nicht gleich Sofa – Designer haben eine bestimmte Intention und Idee, wenn Sie sich an einen Entwurf setzen. So ist es auch bei dem RF1903L Sideways Sofa der Fall, das Rikke Frost für Carl Hansen designt hat. Grund genug, einen Designtalk mit der dänischen Designerin zu organisieren – und letzte Woche war es dann soweit. Wir nehmen Sie gedanklich noch einmal mit zu unserem Event im Münchner Showroom von Carl Hansen.

 

Design Connects - das Highlight unseres Jubiläums

Wer regelmäßig in unserem Shop unterwegs ist, wird gesehen haben: AmbienteDirect blickt dieses Jahr auf 25-jähriges Bestehen. Ein wichtiger Anlass für uns, das auch gebührend zu feiern: Seit Anfang Mai haben wir in insgesamt 25 Wochen verschiedenste attraktive Aktionen umgesetzt und Sie so an unserem Jubiläum teilhaben lassen. Am Ende dieser Wochen fand nun „das Highlight“ statt, wie Christine Detzkeit das Event eröffnete. Die Geschäftsführerin von AmbienteDirect begrüßte Journalisten, Influencer, Innenarchitekten, Interior Designer und weitere Design-Interessierte: „Ich freue mich sehr, dass wir heute Abend in dem schönen Showroom von Carl Hansen zusammengefunden haben.“

Designerin Rikke Frost (li.) mit Christine Detzkeit (AmbienteDirect) und Michael Schönwiese (Carl Hansen).

Auch das Team von Carl Hansen war glücklich, dass dieses Event realisiert wurde: „Es bedeutet uns sehr viel, mit Partnern wie AmbienteDirect so etwas zu organisieren“, sagt Michael Schönwiese, Head of PR and communications bei Carl Hansen. „Ihr ladet eure Kontakte ein, wir unsere und letztendlich entsteht eine tolle, neue Community“. Den gemeinsamen Austausch zu fördern, das sei sehr wertvoll.

 

Ein gemütlicher Abend mit familiärer Atmosphäre

Nachdem sich jeder einen Drink genehmigen und in Ruhe im Showroom ankommen konnte, ging es mit dem Herzstück des Abends weiter: Dem Talk mit der dänischen Designerin Rikke Frost, den die Designjournalistin Valerie Präkelt moderierte. In dem Gespräch ging es unter anderem um das Design des RF1903L Sideways Sofas, das Rikke Frost entworfen hatte und seinen Platz im Portfolio von Carl Hansen fand. Welche Idee steckt dahinter? Wie würde sie selbst ihre Designsprache einordnen? Und wie ist ihre Meinung zum Thema Nachhaltigkeit?

Für Sie haben wir einen Teil des Interviews nochmal zum Nachlesen verfasst:

 

Rikke, wir sitzen gerade auf deinem Sofa „Sideways“, das du für Carl Hansen entworfen hast. „Sideways“ war deine erste Zusammenarbeit mit Carl Hansen. Wie habt ihr zueinander gefunden?

Im Jahr 2019 habe ich bei einer TV-Show teilgenommen: Wir waren fünf Designer und sollten sechs Designs entwerfen. Und für jedes Design hatten wir nur drei Wochen Zeit. Normalerweise braucht man dazu rund drei Jahre. Es war Wahnsinn, es war wie ein Design-Marathon. Alles unter Kamera-Beobachtung. Eine Aufgabe war ein Sofa zu entwerfen. Die Vorgabe: Es sollte für zwei Personen sein und man sollte auch ein kleines Nickerchen darauf machen können. Für mich ist es immer wichtig, dass ein Möbel einen gewissen Zweck erfüllt.

Grundsätzlich denke ich, dass wir alle zu viel in unsere Smartphones und Tablets schauen und vergessen manchmal, einfach miteinander zu sprechen. Ich bin ein sehr sozialer Mensch und interessiere mich dafür, wie wir Menschen interagieren. Als Designerin habe ich den Anspruch, in solchen Bereichen zu beeinflussen, wenn ich kann. Ich habe die Form des Sideway Sofas also so konstruiert, dass man sich automatisch zueinander neigt und man sich so auf einfache Weise ansehen und unterhalten kann.

Danach habe ich eine E-Mail an Carl Hansen geschrieben und auf meine TV-Sendung und das Produkt aufmerksam gemacht – und es hat alles geklappt, sie wollten es gerne in ihr Portfolio aufnehmen!

 

Gehen wir noch einmal zurück zum Ursprung: Wusstest du schon immer, dass du Designerin werden möchtest?

Nein, ich war zwar schon als Kind sehr kreativ, das habe ich geliebt, aber nie geahnt, wohin das mal führen würde. In meiner Familie gibt es auch keine Designer und ich wusste auch nicht, wie man eine Designerin wird. Heute bin ich glücklich mit meinem Job und fühle mich auch sehr privilegiert. Ich mag andere Kulturen und Sprachen. Schön ist auch, dass ich in meinem Beruf viel reisen kann. Nach meinem Studium auf einer Hochschule für Architektur habe ich mein Diplom erhalten, bin industrielle Designerin geworden und erst danach war für mich der Weg klar.

 

Würdest du deine Designsprache als typisch skandinavisch bezeichnen?

Ja, das würde ich. Dänische DNA wird immer ein Teil von mir sein: Ich liebe Holz und natürliche Materialien. Und meine Formsprache ist sehr einladend. Design muss für mich außerdem immer einen Zweck haben. Ich habe mir mit der Zeit meine Leitlinie kreiert. Die lautet: minimal, magic, mindful.

 

Der Begriff Nachhaltigkeit wird mittlerweile fast schon inflationär benutzt. Was macht ein Produkt für dich wirklich nachhaltig?

Wenn man wirklich alle Prozesse durchdacht hat. Wenn man einen Ansatz für das Design hat, wenn man die entsprechenden Materialien gewählt hat, wenn man weiß, wie kann ich das Ganze auch wieder trennen und womöglich recyceln kann, wenn man das Produkt irgendwann wieder wegwirft. Wir sind heutzutage in einer Zeit, in der es viele Herausforderungen gibt. Als Designer hat man die Verantwortung, da sein Bestes zu geben. Nachhaltigkeit entsteht nicht nur durch entsprechende Materialien oder nur mit hoher Qualität. Sondern auch: Wie verwendet man die Materialien, die aktuell knapp vorhanden sind?

Langlebigkeit ist zwar ein wichtiger Punkt, aber wenn man es dann in 50 Jahren wegwirft, dann muss ich auch im Blick haben, was letztendlich damit passiert.

 

Wird Nachhaltigkeit in Dänemark so aktiv diskutiert wie in Deutschland, oder ist bei euch alles etwas klarer?

Nein, wir diskutieren das auch viel. Ich habe gerade an einem Workshop teilgenommen. Die EU plant nun eine Vorschrift für einen Produkt-Pass, das jedes Objekt vorweisen muss. Wo kommt das Material her? Welchen CO2-Abdruck hat das Produkt? Wir diskutieren viel darüber. Denn niemand hat einen perfekten Überblick ist, was richtig ist und was falsch. Ich weiß nicht, ob wir in Dänemark alles richtig machen. Nur wenige produzieren auch in Dänemark. Wir haben nicht alles im Blick, zum Beispiel, wenn in Asien hergestellt wird. Da fehlt es teils an Transparenz. Es geht also auch oft um die Supply Chain. Es ist schwierig etwas Neues zu machen, man bleibt oft bei altbekannten Ideen. Alle wollen, aber es ist nicht so leicht.

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Unser Fazit: Danke für die spannenden Einblicke und einen gelungenen Abend!

Nach dem Talk durften auch die Besucher:innen ihre Fragen loswerden und mit der Designerin in Austausch gehen. Nachdem der Wissensdurst gestillt war, gab es natürlich noch kulinarische Köstlichkeiten. Mit einem Flying Buffet und guten Gesprächen ging der Abend langsam zu Ende. Wir sind sehr dankbar für einen schönen Abend, bei dem man etwas Neues lernen durfte, den hochwertigen Produkten von Carl Hansen näherkommen und auch viele neue Kontakte knüpfen konnte. „Das war ein tolles Event mit AmbienteDirect“, sagt Michael Schönwiese von Carl Hansen. „Und wir freuen uns sehr, wenn wir bald wieder zusammen ein Event organisieren!“

 

Bilder: Michael Rieperdinger