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Marianne Brandt

Designer

Marianne Brandt

Designerin

Marianne Brandt (1893-1983) war eine deutsche Malerin, Bildhauerin, Fotografin und Designerin. Das Grundschema ihrer Konstruktionen setzt sich häufig aus geometrischen Formen wie Kreis, Kugel, Quadrat und Dreieck zusammen, um Klarheit zu gewinnen und Abstand zum Ornament zu erzeugen.


Aus dieser Herangehensweise an Formen und Gestalt entstanden Klassiker wie die bekannte DMB 26/250 Deckenleuchte oder der Bauhaus Aschenbecher und die Bauhaus Teekanne. Überhaupt spielt das Bauhaus neben den Einflüssen ihrer zahlreichen Auslandsaufenthalte eine große Rolle in den Werken von Brandt, die ab 1924 am Bauhaus studierte. Zuvor verbrannte sie ihre gesamten gemalten Bilder, um sich einen radikalen Neustart zu ermöglichen.

Am Bauhaus studierte sie in der Vorklasse bei László Moholy-Nagy, zu ihren weiteren Lehrern gehörten Josef Albers, Wassily Kandinsky und Paul Klee. Zwischen Brandt und Moholy-Nagy entwickelte sich ein enges Verhältnis. Aufgrund dieser Verbindung wurde sie Studentin in seiner Metallwerkstatt, deren Leitung sie ab 1926 bis zur Berufung Alfred Arndts stellvertretend innehatte.

1929 machte Brandt das Bauhausdiplom Nr. 2 der Metallwerkstatt. Hier organisierte sie zusammen mit Hin Bredendieck in den Jahren 1928 und 1929 auch die Zusammenarbeit mit den Firmen Körting & Mathiesen AG (Kandem) in Leipzig und mit Schwintzer & Gräff in Berlin. Gleichzeitig entwarf sie unter anderem mit Hin Bredendieck Beleuchtungskörper für die Serienproduktion.

Leuchten nach Entwürfen von Brandt, aber auch von anderen Bauhaus-Studenten, die in Serie gingen, gehören heute zu den Sammlungen des Museum of Modern Art in New York, des British Museum in London sowie des Busch-Reisinger Museum in Massachusetts.