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Reisetipp Wien

4. Juni 2020 / Reisen
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Wie(n) wunderschön!

Der österreichische Philosoph und Schauspieler Egon Friedell (1878-1938) hat es einmal ganz wunderbar auf den Punkt gebracht: „In der Welt geht’s drunter und drüber, aber Österreich geht nicht unter.” Gefühlt war dieses Zitat nie passender als heute. In Zeiten von Corona, wirtschaftlicher Unsicherheit und Beschränkungen an allen Ecken und Enden schauen wir zu unseren Nachbarn und bewundern ihren entspannten Pragmatismus. Mit der gewohnt stoischen Gelassenheit und typischen Nonchalance lockert Österreich als ein weiteres der europäischen Länder die zeitweise sehr strengen Sicherheitsmaßnahmen, öffnet Grenzen UND Kaffeehäuser und sucht sich seinen Weg in eine neue Normalität.

Wir müssen zugeben: Wir freuen uns! Nicht nur aufgrund der geographischen Nähe, sondern vor allem, weil Österreich mit Stadt und Land ein vielseitiges Angebot präsentiert, vom dem wir als Nachbarland immer gerne Gebrauch gemacht haben. Ob Skiurlaub oder City Trip, Österreich war und ist doch immer einen Besuch wert. Ganz weit oben auf der Liste steht natürlich das wunderschöne Wien mit all seinen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Die einen eher präsent und bekannt, die anderen versteckt und damit noch unentdeckt von Besuchern.

Unsere Autorin Anne Berwanger liebt Reisen! Sie hat sich umgehört und wollte von waschechten Wienern wissen: Wo muss man hingehen, was gesehen haben, auf was darf ruhig verzichtet werden? Im Folgenden unsere Redaktions-Favoriten, das Stylemag Best-of Wien 2020!

Wieder etwas gelernt: Sich in die Panier schmeißen

Hierin sind die Wiener ganz groß. Hat aber tatsächlich nichts mit Wiener Schnitzel zu tun, sondern mehr mit „sich schick machen“; wir würden wohl sagen: sich in Schale schmeißen! Und das tun die meisten Wiener vor dem Ausgang. Ob tagsüber beim Sehen und Gesehen werden auf dem (Nasch)Markt oder in einem der zahlreichen vielen Restaurants, in den Biergärten, den Clubs und Bars (letztere beiden aktuell noch eingeschränkt) – eine gepflegte Erscheinung ist den Wienern wichtig und wird auch bei Besuchern wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Machen Sie es wie die Wiener

Um ein weiteres passendes Zitat zu bemühen: “Ins Wiener Kaffeehaus geht man, wenn man allein sein will, dazu aber Gesellschaft braucht.” So gesagt vom österreichischen Schriftsteller und Theaterkritiker Alfred Polgar (1873-1955), und recht hat er, der Herr Polgar. Die Wiener brauchen niemanden zum Ausgang, schätzen anregende Gesellschaft aber durchaus. Und die findet man den ganzen Tag über in dieser spannenden, vielseitigen und doch auch gemütlichen Stadt, wie zum Beispiel....

 

Auf dem Meidlinger Markt

Den Naschmarkt kennt jeder Wien-Besucher, der Meidlinger Markt dagegen gilt noch als echter Geheimtipp. Mitten in Meidling, fernab von den touristisch überlaufenen Wiener Märken, warten neben den traditionellen Marktständen auch gemütliche kleine Lokale und Feinkostläden auf die Besucher.

Die Atmosphäre auf dem mit 50 Ständen eher überschaubaren Straßenmarkt ist wienerisch-traditionell. Ein großer Teil der Betreiber sind alteingesessene Wiener, die ihre Stände von früheren Generationen übernommen haben. Dazwischen finden sich aber auch einige Stände mit exotischen Spezialitäten.

 

Lage

12. Wiener Gemeindebezirk, zwischen Reschgasse und Niederhofstraße

Übliche Öffnungszeiten Handel: Montag bis Freitag 6:00 bis 21:00 Uhr, Samstag 6:00 bis 18:00 Uhr

 

Im Schweizerhaus im Prater

Das Schweizerhaus ist eine traditionsreiche Wiener Gaststätte, die mit dem legendären Prater untrennbar verbunden ist und von Einheimischen und Touristen gleichermaßen aufgesucht wird. Das Lokal verfügt über einen groß angelegten Biergarten, der in kleinere Bereiche unterteilt ist, die nach den Wiener Gemeindebezirken benannt sind. Dieser Aufbau soll vor allem der leichteren Orientierung innerhalb des Areals dienen, was nach dem Genuss von reichlich Budweiser Budvar Bier durchaus hilfreich sein kann. Stichwort Bier: Eine Besonderheit des Budweiser Budvar Bieres ist, dass es mit weniger CO2 als üblich vom Fass ausgeschenkt wird. Als kalte Beilage gibt es dazu frisch geradelten Bierrettich. Lecker!

Neben klassischen Wiener Küchenspezialitäten wie Gulasch oder Schnitzel gelten außerdem die Schweinsstelzen sowie die Erdäpfelpuffer als Markenzeichen der Gaststätte. Bitte auch unbedingt einmal probieren: die seit 2009 eigens mit dem Bockbier (Budweiser Super Strong) hergestellte Schweizerhaus Bierschokolade!

Das Schweizerhaus ist vom 15. März bis 31. Oktober täglich von 11:00 bis 23:00 Uhr geöffnet.

 

In der Landtmann’s Jausen Station

Ein verstecktes Hideaway im Schlosspark Schönbrunn, das entdeckt werden will: Die Landtmann’s Jausen Station gilt als Geheimtipp selbst unter den Wienern und als wahre Quelle der Entspannung. Nur ein paar Gehminuten vom Meidlinger Tor erwartet die Besucher dieser charmante Pavillon mit Terrassengarten, wo einst die Kaiserkinder spielten.

Ob gemütliches Frühstück, Jause oder spätnachmittäglicher Sundowner mit Blick auf Schloss Schönbrunn – in der Jausen Station wird mit Liebe gekocht und serviert. Die Küche verwendet saisonale und regionale Bioprodukte, die frischen Kräuter kommen direkt aus dem Garten.

Besonders schön für Familien: Im Faulenzer-Garten des Restaurants werden Luftschlösser gebaut, im Kinder-Garten Sandburgen, denn in der Landtsmann’s Jausen Station sind auch kleine Gäste herzlich willkommen.

Die Öffnungszeiten sind täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr, samstags bereits ab 9:00 Uhr.

Landtmann's Jausen Station. Fotos: Jan Lackner

In der Albertina

Ja, auch ein Museum steht auf der Liste der Must-sees vieler Wiener. Die Albertina besitzt nicht nur eine der größten und wertvollsten grafischen Sammlungen der Welt, sondern stellt in ihrer Schausammlung auch die spannendsten Kunstrichtungen der letzten 130 Jahre aus: vom französischen Impressionismus über den deutschen Expressionismus zur russischen Avantgarde bis in die Gegenwart. Monets "Seerosenteich", Degas "Tänzerinnen" und Renoirs "Mädchenbildnis" sind ebenso zu bewundern wie Gemälde von Beckmann, Chagall, Picasso, Malewitsch, Warhol und Katz. Ein absolut spannender Mix, der für jeden Kunstgeschmack etwas bietet.

Gut zu wissen: Aus konservatorischen Gründen leider nur selten zu sehen, aber integraler Bestandteil der über eine Million Druckgrafiken und 60.000 Zeichnungen umfassenden Sammlung sind Meisterwerke wie Dürers weltberühmte Blätter "Feldhase" und "Zum Gebet gefaltete Hände".

Aber nicht nur die Exponate sorgen für Begeisterung: Als größtes habsburgisches Wohnpalais thront die Albertina an der Südspitze der Hofburg auf einer der letzten Reste der Basteimauern Wiens und ist schon aufgrund dieser exklusiven und exponierten Lage einen Besuch wert. Die Prunkräume des größten habsburgischen Wohnpalais bewohnte einst die Lieblingstochter Maria Theresias, Erzherzogin Marie-Christine. Später residierte hier Marie-Christines Adoptivsohn, Erzherzog Karl, der Sieger in der Schlacht von Aspern gegen Napoleon. Die in leuchtendem Gelb, Grün und Türkis gestalteten Prunkräume sind zum Teil mit Originalmobiliar ausgestattet.

Kulinarisch werden Gäste der Albertina im Do & Co Albertina verwöhnt. Außerdem bietet unmittelbar neben der Albertina der Augustinerkeller seinen Besuchern Köstlichkeiten aus der Wiener Küche.

Die Albertina ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr, mittwochs und freitags bis 21:00 Uhr geöffnet.

 

Im „Freiluft“-Kleinod

Nach Jahren des Kleinod-Sonnendecks am Wiener Petersplatz ist die Outdoor-Area der legendären Cocktailbar in den Stadtpark gezogen und verwöhnt dort in gewohnt aufmerksamer Manier die Besucher von April bis September mit altbekannten und neu kreierten Kleinod Sommerdrinks und französisch mediterraner Küche vom Cafe Francais am Schottentor. Hier schauen auch die Wiener schnell mal vorbei, bevor es weiter in die Nacht geht. Täglich geöffnet von 16:00 bis 23:00 Uhr.

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Lust auf Wien? Bitte beachten Sie, dass es coronabedingt Abweichungen bei den Öffnungszeiten geben kann und unbedingt immer Reservierungen vorgenommen beziehungsweise Tickets vorbestellt werden sollten.