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Biergarten daheim: Rezepte & Interieur

10. August 2021 / Food
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Die schönste Deko, die besten Rezepte

Mit dem Hochsommer haben auch alle Biergärten wieder geöffnet und machen Lust auf leckere Schmankerl und kühle Getränke in netter Gesellschaft. Aber nicht jeder hat ein solch verlockendes Plätzchen gleich in der Nähe seines Zuhauses. Deswegen verraten wir Ihnen, wie Sie das lang vermisste Biergarten-Feeling auch nach „dahoam“ transportieren können. Lassen Sie sich von unseren Deko- und Rezeptvorschlägen inspirieren.

 

Beste Grüße aus Bayern: Die Biergartenkultur und ihr Ursprung

Das bewusst benutzte Wort „dahoam“ verrät es bereits: Die Wurzeln der Biergartenkultur liegen in Bayern. Der größte traditionelle Biergarten der Welt, der Königliche Hirschgarten, ist in München zu finden. Mit seinen rund 8000 Plätzen unter schattenspendenden Kastanien liegt er eingebettet im gleichnamigen Park und verweist in seinem Namen auf die enge Beziehung zum Hause Wittelsbach.

Wer jetzt aber denkt, Biergärten wären als Platz für Adlige und Höhergestellte angedacht gewesen, irrt sich. Um jeder Schicht ein geselliges Miteinander zu ermöglichen, durften früher alle Speisen in die Biergärten selbst mitgebracht werden, so stand es in der Biergartenverordnung. Nur die Getränke kaufte man beim zuständigen Wirt. So war der Biergarten ein Ort für alle, ob arm oder reich.

Sein Ursprung in Bayern ist übrigens auch der Grund dafür, dass viele Spezialitäten im Biergarten gleichzeitig der traditionell bayerischen Hausmannskost angehören. Brezn, Radi, Schweinsbraten, Obazda – aber darauf kommen wir noch zu sprechen.

Bild rechts: Fermob

Biergarten-Flair für zuhause

Eines gleich vorweg: Bei diesem Stil gilt, je rustikaler, desto besser. Luxuriöse Lounge Chairs sind hier fehl am Platz, gesessen wird auf Bänken und Holz- oder Eisenstühlen. Der Bistro Metall Klappstuhl von Fermob ist ein tolles Beispiel für den typischen Biergarten-Style, genau wie der Bistro Naturel Klappstuhl, ebenfalls von Fermob. Grundsätzlich ist der französische Hersteller ein Paradebeispiel für cooles Möbeldesign aus Metall im Bistro-Stil.

Aber auch andere Hersteller wie Hay, Skagerak, Emu und Jan Kurtz (unser Favorit: die Jever-Serie) ziehen nach und bieten ein breites Sortiment an Outdoor-Möbeln, die jedem Biergarten und sogar dem Königlichen Hischgarten alle Ehre machen würde. Neu interpretiert zeigen sich die Modelle nun auch in leuchtenden Farben – mit passenden Auflagen und Kissen ist es zwar kein Original Biergarten-Look mehr, aber die Bequemlichkeit sollte auch nicht leiden. Außerdem: Wer sagt denn, dass man nicht auch beim Interieur einen Look konsequent weiterentwickeln darf?!

Stichwort Auflagen und überhaupt Textilien: Die sollten natürlich robust und möglichst wetterfest sein und auch mal einen Sauerkraut- oder Ketchup-Fleck verzeihen, wenn möglich. Alles rund ums Thema „wetterbeständige Outdoor-Textilien“ erfahren Sie übrigens hier.

Die restliche Deko darf sich gerne zurückhalten. Kleine Windlichter und Vasen mit Wiesenblumen sind aber immer willkommen!

Leckeres aus dem Biergarten

So, und jetzt endlich zum wichtigsten Punkt des heutigen Themas: das Essen! Wir erwähnten es bereits, die Biergarten-Kulinarik ist eher eine deftige. Vom Schweinsbraten über den Steckerlfisch bis hin zum Kartoffelsalat findet sich hier alles, was herzhaft ist. Klar, dann schmeckt das Bier noch besser!

Zu unseren absoluten Must-cooks für einen Biergarten-Abend gehört auf jeden Fall der Obazda, eine beliebte, pikant-bayerische Käsezubereitung, die gerne zur Brotzeit serviert wird:

 

Obazda (Grundrezept für 6-8 Personen)

Zutaten:

  • 2 Camembert (à 250 g)
  • 60 g zimmerwarme Butter
  • 2 Zwiebeln
  • Salz, Pfeffer
  • gemahlener Kümmel
  • Paprikapulver edelsüß

 

Zubereitung:

  • Camembert klein würfeln, Butter in Stückchen schneiden, Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden
  • Camembert und Butter mit einer Gabel zu einer geschmeidigen Masse vermengen, Zwiebelwürfel hinzugeben und mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Paprikapulver würzen. Bis zum Servieren kalt stellen
  • Übrige Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden
  • Obazda mit Zwiebelringen garnieren und mit Paprikapulver bestäuben
  • Zimmerwarm zu Brezn und Radieschen servieren

 

Extra-Tipp: Je reifer der Camembert, desto würziger das Ergebnis. Deswegen wird auch von Kochprofis gerne auf überreifen Käse zurückgegriffen, der bereits sein volles Aroma entfaltet hat.

 

Und passend dazu:

Fleischkäse-Burger mit Rettich und Obatzda

 

Zutaten für 4 Stück:

  • 300 g weißer Rettich
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 4 Kopfsalat-Blätter
  • 15 g Butterschmalz
  • 4 dicke Scheiben Leberkäse (à 60–70 g) (geht auch mit Veggie Pattie!)
  • 4 Laugenbrötchen (à ca. 100 g)

 

Zubereitung:

  • Rettich schälen, waschen und grob raspeln. Mit Salz bestreuen und vermischen. Schnittlauch waschen, trocknen und in feine Röllchen schneiden, unter den Rettich mischen; alles 5 –10 Minuten ziehen lassen
  • Salat waschen und abtropfen lassen
  • Butterschmalz in Pfanne erhitzen, Leberkäse darin unter Wenden ca. 4 Minuten braten
  • Laugenbrötchen quer halbieren; untere Hälften mit Obazda bestreichen. Mit Leberkäse, Salat und Rettich belegen und mit Schnittlauch bestreuen. Obere Brötchenhälften auflegen

 

Wohl bekomm’s!