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Unsere Nachhaltigkeitstipps für die Weihnachtszeit

20. November 2020 / Nachhaltigkeit
02 Presenter
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Merry X-mas – und zwar nachhaltig!

Bald steht sie wieder vor der Tür, die besinnliche und stade Zeit. Wenn es doch nur so wäre! Für viele von uns ist die Vorweihnachtszeit zum stressigen Marathon und der Weihnachtsabend selbst zur Konsumschlacht verkommen. Dabei liegt es an uns, wie wir diese besondere Zeit gestalten. Wir hätten da ein paar Tipps für nachhaltigere und entspanntere Weihnachten.

 

Geschenke: Planung ist alles

Zunächst einmal geht es darum, die Anzahl der zu Beschenkenden ehrlich zu hinterfragen? Braucht es das Geschenk für die Kollegin wirklich oder reicht zum Beispiel eine aufrichtig und von Herzen geschriebene Karte?

Ist Letzteres der Fall, dann aber bitte auf Phrasen verzichten. Schreiben Sie doch einfach einmal auf, was Sie an der anderen Person schätzen oder wodurch diese Person Ihren Alltag bereichert. Kleiner Zeitaufwand, sehr große Wirkung. Denn Wertschätzung ist mit keinem Geld der Welt zu kaufen...

Oft ist es auch so, dass wir nur denken, unser Gegenüber erwarte ein Geschenk von uns – und bringen ihn damit vielleicht in eine unangenehme Situation, weil er umgekehrt nichts für uns bereit hat. Die Folge sind oft (überteuerte) Verlegenheitsgeschenke in letzter Minute, die weder dem Beschenkten gerecht werden, noch unserem Geldbeutel oder der Umwelt, weil nicht durchdacht und sicher nicht nachhaltig.

Wenn die Liste steht, geht es weiter mit der Planung. Nehmen Sie sich für jede Person ausreichend Zeit, um zu überlegen, was der- oder diejenige tatsächlich braucht und der betreffenden Person Freude macht. Denn nicht selten liegen unter dem Weihnachtsbaum Geschenke, über die wir zu wenig nachgedacht haben und deren Herstellung oft ethisch problematisch oder umweltschädlich ist, weil wir einfach nicht genügend Zeit in die Planung investiert haben.

Nachhaltige Möbel beispielsweise haben zwar einen etwas höheren Preis, zahlen sich aber langfristig aus. Deswegen unser Tipp: Lieber mit anderen Familienmitgliedern oder Freunden zusammenlegen und EIN hochwertiges Geschenk kaufen als mehrere kleine, halbherzige. Und dabei natürlich auf die Wünsche des zu Beschenkenden eingehen!

 

Weihnachten – eine Frage der Einstellung

Seien wir ehrlich: Der ganze Stress vor Weihnachten kann vermieden oder zumindest reduziert werden. Indem wir uns zum Beispiel ganz bewusst dafür entscheiden, nicht auf Werbung oder falsche Erwartungen hereinzufallen und beim weihnachtlichen Konsumrausch nicht mitzumachen. Denn: Wer das ganze Jahr über bewusst konsumiert, kann das auch an Weihnachten!

Wie sieht es denn zum Beispiel mit selbstgemachten Geschenken aus? Hier bietet sich entweder die Möglichkeit, aus vorhandenem Material ein Upcycling-Geschenk oder aus ökologischen Materialien ein sinnvolles Geschenk zu basteln. Dabei muss nicht alles selbstgemacht sein, sondern darf gerne in einer schönen Verpackung überreicht werden.

Wie wäre es mit:

  • selbstgebackenem Früchtebrot im wunderschönen Korb, der später anderweitig in der Küche des Beschenkten eingesetzt werden kann
  • an scharfes Chili-Öl in der recycelten Glasflasche
  • an hübsch arrangierte Bundles von Küchen- oder Gästehandtüchern, die ganz bestimmt ihren Einsatz finden werden (übrigens auch als Verpackung gut geeignet – schauen Sie sich doch mal die schönen Modelle von ferm living in Organic-Qualität an...)

 

Es gibt so viele praktische Geschenke, die absolut im Budget liegen können, nachhaltig sind und danach auch sicher immer wieder verwendet werden.

Minimalistische Weihnachten

Unser Tipp generell für selbstgemachte Geschenke: Am wenigsten Stress haben Sie, wenn Sie die ausgedachten Weihnachtsgeschenke sozusagen in Serie produzieren und das Gleiche an mehrere Personen verschenken. Hierfür eignet sich beispielsweise:

  • Marmelade
  • Brotaufstrichen
  • Plätzchen
  • individuell hergestellte Pflegeprodukte wie Meersalz-Peelings oder Körperöle

 

Noch minimalistischer, nachhaltiger, aber auch persönlicher als selbst gemachte Geschenke ist übrigens das Verschenken von Zeit. Denn Zeit ist für die meisten von uns das Wertvollste, das wir haben und anbieten können. Ob es um ein selbstgekochtes Essen, einen gemeinsamen Ausflug, ein Saunaabend oder eine Veranstaltung nach Wahl geht – gemeinsame Erlebnisse sind kostbar und damit ganz besonders wertvoll. Ganz großes Plus hierbei: Nichts davon landet im Müll oder kann im Regal verstauben!

 

Und was ist mit Deko?

Kitschige Weihnachtsdekoration und energiefressende Lichterketten braucht niemand. Auch beim Thema Weihnachtsbaum sollten Sie genau hinsehen. Müssen es Adventskranz, Weihnachtsbaum & Co. sein oder definieren wir zum Beispiel auch das Thema Weihnachtsdeko selbst? Ein Ansatz ist natürlich immer noch DIY: Hier sehen Sie, wie Sie ganz einfach einen individuellen Adventskranz selbst anfertigen können. Den werden Sie ganz sicher aufbewahren.

 

 

Stichwort Tannenbaum: Bald werden wieder rund 30 Millionen Weihnachtsbäume in deutsche Wohnzimmer geschleift, um dort einen Hauch Waldnatur in unser Zuhause zu bringen. In Wahrheit aber kommen Weihnachtsbäume oft aus Monokulturen im Ausland und wurden mit Pestiziden behandelt. Deswegen: Mit Weihnachtsbäumen aus der Region, ökologischen Tannenbäumen, Miet-Christbäumen oder Lichterbäumen im Topf geht es auch anders.

 

Auch bei der Beleuchtung für den Weihnachtsbaum lässt es sich wunderbar auf Nachhaltigkeit achten. Natürlich sind Kerzen aus unseren behaglichen Wohnungen kaum wegzudenken, doch haben sie leider oft Nebenwirkungen: Entweder bestehen sie aus Paraffin, also eigentlich aus umweltproblematischem Erdöl, oder sie basieren auf Palmöl (von Monokultur-Plantagen, die dort stehen, wo eigentlich klimafreundlicher Regenwald wild wachsen müsste). Ersetzen lassen sich diese durch Weihnachtsbaumbeleuchtung aus LED-Lichtern – deren „Brenn“-Dauer lässt sich auch über Zeitschaltuhr begrenzen. Wer nicht auf echtes Kerzenlicht verzichten möchte, sollte in hochwertige Kerzen investieren. Die Kosten amortisieren sich durch eine längere Brenndauer und besseres Raumklima.

 

 

 

 

Weihnachtsmenü mal anders

Haben Sie sich eigentlich einmal gefragt, warum man an Heiligabend Gans oder Ente isst? Wir fragen uns: Ist das noch Brauch oder kann das weg? Kreieren Sie doch einfach neue Rituale und kulinarische Traditionen, zum Beispiel ein vegetarisches Weihnachtsmenü. Sich gemeinsam zu überlegen, was man kochen könnte, und dann auch zusammen in der Küche zu stehen, ist viel schöner, als starr an kulinarischen Traditionen festzuhalten.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit, bleiben Sie gesund!