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Besondere Sammlerstücke: Unsere Special Editions

9. Dezember 2022 / Klassiker
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Designmöbel: Schmuckstücke in limitierter Auflage

In unserer Collectors Lounge finden Sie die Limited Editions, Sondereditionen und Kollaborationen von beliebten Designmarken – von Alessi bis Vitra. Besonders spannend wird es vor allem dann, wenn Interior Brands mit Marken aus anderen Bereichen wie der Kunst, Architektur oder Fashion zusammenarbeiten. Herauskommen dann zum Beispiel die bunt gemusterten Küchenprodukte von Smeg und Dolce & Gabbana. Andere Marken entscheiden sich für Sonder- oder Jubiläumseditionen und legen wie Thonet, Carl Hansen oder ClassiCon ihre Bestseller in neuen Farben oder anderen Material neu auf. Wenn Marken ihre Sammlerstücke in einer begrenzten Neuauflage herausbringen, sind diese oft schnell vergriffen. Daher heißt es schnell sein – zum Beispiel bei diesen drei Klassikern, die in neuen Farben und Materialien, dafür aber mit altbewährtem Designs und Funktionen erscheinen.

 

Carl Hansen CH24 Wishbone Chair

Der „Carl Hansen CH24 Wishbone Chair“ ist mittlerweile so berühmt, dass man ihn in Dänemark nur noch „den Stuhl“ nennt. Und das ist kein Wunder, wenn man sich den Erfolg und das zeitlose Designs einmal genauer ansieht. Entworfen wurde er bereits 1949 von dem dänischen Tischler, Architekten und Designer Hans J. Wegner für Carl Hansen. Hansen gründete seine Möbelwerkstatt Anfang des 20. Jahrhunderts und wurde innerhalb von kurzer Zeit für seine qualitativ hochwertigen Stücke bekannt. Die Zusammenarbeit von Hansen und Wegner begann früh und hielt tatsächlich ein Leben lang an. Die bekannteste Kooperation von beiden ist allerdings bis heute der CH24.

In dem Stuhl steckt viel Handarbeit: Die Herstellung benötigt mehr als hundert Arbeitsschritte – vom Flechten des Papiergarns für die Sitzfläche bis zum Biegen der Rückenlehne, die wie der Rest des CH24 entweder aus Buche oder Eiche besteht. Die Lehne ist nicht nur das wichtigste Charakteristikum des Stuhls, sondern tatsächlich auch der Namensgeber: Da die spezielle Y-Form der Rückenlehne an ein Gabelbein (auch Wunschknochen) eines Vogels erinnert, nennt man den Stuhl „Wishbone Chair“.

Was den CH24 so zeitlos und beliebt macht, ist vor allem das leichte und zugleich komfortable Design. Dank der geschwungenen Rückenlehne sitzt man gemütlich, der Wishbone Chair wirkt dabei allerdings immer luftig. Seit nun mehr 70 Jahren wird der Stuhl von Carl Hansen & Søn nun ohne Unterbrechung produziert. Und um das feiern, erscheint der Designklassiker in einer Special Edition: Neun matten Lackierungen – von softem Grün, Weiß über Rot – lancieren im Jahr 2022 nacheinander. Die Farben sind nicht nur limitiert, sondern allesamt wasserbasiert und damit umweltfreundlich.

Drei Sondereditionen, die wir Ihnen hier vorstellen: Der Carl Hansen CH24 Wishbone Chair, der Bell Table von ClassiCon und die Leuchte PH 2/2 Question Mark von Louis Poulsen.

Louis Poulsen PH 2/2 Question Mark

Der dänische Hersteller Louis Poulsen ist schon seit den 1890er Jahren auf hochwertige Leuchten spezialisiert – mittlerweile nicht mehr nur für Innenräume, sondern auch für den Garten oder Balkon. Bereits die ersten Leuchten-Designs der Marke entstanden in Zusammenarbeit mit dem dänischen Designer und Architekten Poul Henningsen. Seine Entwürfe erkennt man bis heute an der Abkürzung PH im Produktnamen. Die erste „Pendelleuchte PH“ entwarf Henningsen 1925 anlässlich der Pariser Weltausstellung – bis heute gehören die PH-Leuchten zu den bekanntesten Designs von Louis Poulsen.

Der Designer verstarb in den 60er Jahren, aber noch heute huldigt Louis Poulsen die Arbeit von Henningsen: In regelmäßigen Abständen erscheint im Rahmen von Limited Editions eine Neuauflage eines Poul-Henningsens-Designs. Eine besonders edle Variante ist die PH 2/2 The Question Mark Tischleuchte. Der ursprüngliche Entwurf stammt aus dem Jahr 1931 und das lässt sich vielleicht an dem geschwungenen Gestell und dem Messingrahmen erkennen. Das unbehandelte, matte Messing bekommt im Lauf der Jahre eine schöne Patina.

Und auch das bekannte Drei-Schirme-System hat sich seit den 20er Jahren Zeit bewährt: Dafür wird die Lichtreflexion des Lampenschirms aus mundgeblasenem Opalglal genutzt – dieser glänzt außen und wird innen sandgestrahlt. Sobald das Licht nun auf die matte Fläche trifft, reflektiert es und wird als weicher Schein nach unten geworfen. Damit eignet sich das Modell besonders gut als Schreibtisch- oder Leseleuchte. Die Limited Edition der „PH 2/2 The Question Mark“ gibt es aber auch als Pendel-, Wand- und Stehleuchte.

 

ClassiCon Bell Table Sonderedition

Der Bell Table von ClassiCon gewann nicht nur den Red Dot Design Award, er entwickelte sich in den letzten Jahren auch zu dem bekanntesten Entwurf von Sebastian Herkner. Der deutsche Produktdesigner entwarf den Tisch 2012 für das Münchner Unternehmen ClassiCon – damals war es für den 30-Jährigen der internationale Durchbruch. ClassiCon gibt es seit den 1990er Jahren – sie ist für ihre zahlreichen moderne Klassiker bekannt, die in Zusammenarbeit mit namhaften Designerinnen aus ganz Europa entstehen.

Das Besondere an dem Bell Table Beistelltisch von Herkner: Statt wie üblich ein Tischgestell aus Holz oder Metall zu entwerfen, setzt der Designer hier auf Glas. Das Modell ist in verschiedenen, transparenten Farben erhältlich. Der Tischfuß entsteht in liebevoller Handarbeit und wird nach traditioneller Art in einer Holzform geblasen. Dadurch kann es auch zu kleinen Unregelmäßigkeiten im Glas kommen, diese unterstreichen allerdings nur die Besonderheit des Möbelstücks und machen jedes zu einem Unikat.

Ebenfalls spannend am Bell Table sind die eingesetzten Materialien. Während bei dem Klassiker Glas, Messing und manchmal auch Marmor für einen Kontrast sorgen, treffen für die limitierte Sonderedition Glas und Kupfer aufeinander. Aber immer wird das schwere Material von dem leichten Glas getragen, aufgrund seiner besonderen Glockenform hat das Glasbein trotzdem einen stabilen Stand.

 

Ganz viel Spaß beim Stöbern und Sammeln!