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Hausstaubmilben entfernen – Was tun?

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Hausstaubmilben im Haushalt: Hilfreiche Tipps und Tricks

Die Fenster sind geputzt, der Boden gewischt und sogar die Türen wurden einer Grundreinigung unterzogen. Nach all der Schrubberei müsste der jährliche Hausputz doch eigentlich erledigt sein. Nicht ganz, denn zum Großreinemachen gehören auch Matratzen, Bettzeug und Kissen – mindestens einmal im Jahr sollte auch das Bett gründlich inspiziert werden, denn gerade hier nisten sich Hausstaubmilben besonders gerne ein. Was dagegen hilft? Wir verraten’s!

Wie entstehen Hausstaubmilben?

Wo Staub ist, ist die Hausstaubmilbe nicht weit. Die gerade mal millimetergroßen Tierchen ernähren sich mit Vorliebe von Hautschüppchen, die wir jeden Tag in der eigenen Wohnung hinterlassen. Und immerhin verlieren wir bis zu zehn Gramm täglich davon, genug also, um ganze Generationen an Milben durchzufüttern. In feucht-warmen Gebieten wie unter der Bettdecke und in der Matratze fühlen die Tiere sich dabei besonders wohl. Aber auch in Teppichen, Gardinen und Stofftieren suchen sich die Parasiten ihren Platz – denn sie kommen, um zu bleiben. Ganz los wird man die kleinen Mitbewohner nicht, dennoch kann man einiges tun, um es ihnen so unbequem wie möglich in ihrem Quartier zu machen.

Sind Hausstaubmilben gefährlich?

Die sind so klein, die tun doch nichts… stimmt, an für sich sind die winzigen Spinnentiere ungefährlich. Sie beißen nicht, springen nicht unter dem Bett hervor und verstecken sich auch nicht im Kleiderschrank. Wobei, so ganz stimmt das nicht, denn Hausstaubmilben werden besonders oft über die Kleidung übertragen und so kostenlos von A nach B transportiert. Hausstaubmilben sind also kein Indiz für einen putzfaulen Haushalt, sondern kommen schlicht und einfach überall vor.

Allerdings können ihre Ausscheidungen bei vielen Menschen zu einer Hausstauballergie führen, die dann mit Niesattacken, verstopfter Nase, geschwollenen Augen bis hin zu Atemwegsproblemen eine echte Qual und Plage wird.

Hausstaubmilben entfernen – So klappt‘s

Um den Parasiten auf die Pelle zu rücken, kann man selbst aktiv werden und Kammerjäger spielen:

  • Lüften Sie alle Räume im Haus dreimal täglich für ca. 5 bis 10 Minuten gut durch. So vermeiden Sie, dass die Luftfeuchtigkeit zu stark ansteigt.
  • Halten Sie die Temperatur in den Räumen möglichst bei knapp 20° C. Im Schlafzimmer sollten es optimalerweise nur 16° C sein.
  • Bettwäsche täglich ausschütteln und wöchentlich bei mindestens 60° C waschen.
  • Bei Gardinen und Vorhängen die Falten regelmäßig auseinanderziehen, damit keine Wärmeräume entstehen.
  • Sofas, Teppiche und Matratzen einmal im Monat mit dem Staubsauger und einem Polsterbürstenaufsatz von allen Seiten absaugen.
  • Stofftiere regelmäßig waschen. Von Zeit zu Zeit auch in einen Gefrierbeutel packen und für ein paar Stunden ins Kühlfach geben, denn bei Kälte sterben die kleinen Tiere schnell ab.

 

Matratze ohne Bezug vor das offene Fenster stellen: Frischluft ist ein effektives Mittel gegen Hausstaubmilben.

  • Einmal im Jahr können Sie eine Trockenreinigung der Matratze mit Natron vornehmen. Der beste Zeitpunkt ist hier Anfang  Herbst. Hierzu verteilen Sie Natronpulver auf der Matratze und lassen es ein paar Stunden einwirken. Nach der Einwirkzeit staubsaugen Sie das Pulver wieder ab und wiederholen das Vorgehen auf der anderen Seite der Matratze. Wirkt gegen Keime und Bakterien!
  • Nach ca. acht bis zehn Jahren sollten Matratzen gegen ein neues Modell ausgetauscht werden.

 

Anti-Milben-Tipps für Allergiker

Augen rot, Nase verstopft und Zuhause ist es einfach nicht mehr auszuhalten? Während Heuschnupfengeplagte meist im Frühjahr unter Allergien leiden, trifft es Hausstauballergiker oft im Herbst. Dann wird die Heizung wieder aufgedreht, die kuschelige Bettwäsche aufgezogen und die Wohnung ist muckelig warm. Durch das feuchte und sehr warme Klima vermehren sich die Milben besonders schnell.

 

  • Im besten Falle sollten Allergiker das Staubsaugen jemand anderem überlassen, da das Aufwirbeln des Staubs oftmals die Symptome verstärkt. Falls Sie doch selbst ranmüssen, kann ein spezieller Allergiestaubsauger Abhilfe schaffen.
  • Fußböden mehrmals die Woche feucht wischen, sodass sich nur wenig Staub ansammeln kann.
  • Milbenschutzbezüge, sogenannte Encasings, die über Matratze, Kopfkissen und Bettdecke gezogen werden, verhindern das Austreten des Milbenkots. Der Schlafkomfort bleibt dank des wasserdampfdurchlässigen Materials erhalten. Viele Krankenkassen übernehmen sogar die Kosten!
  • Ein freistehendes Bett ohne Bettkasten sorgt für bessere Lüftung, da so die Matratze von unten gut belüftet wird und die Wärme entweichen kann.
  • Vermeiden Sie Zimmerpflanzen im Schlafzimmer, da diese die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen.
  • In einer Kaltschaum- oder Latexmatratze haben es Milben schwerer sich einzunisten. Achten Sie zusätzlich darauf eine klimaregulierende Matratze auszuwählen.

 

Etwas Routine und ein paar Tipps und Tricks reichen schon aus, damit Sie Ihr Zuhause wieder (fast) ganz für sich haben!

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