Hier können Sie sich in Ihrem Benutzerkonto einloggen.

Trend: Slow Living

22. Februar 2019 / Freizeit
Presenter SlowLiving
  • Diese Produkte anzeigen
  • Auf die Wunschliste

Die Konzentration aufs Wesentliche

Slow Living ist gerade das Schlagwort du jour – aber während wir mit dem Pendant dazu, nämlich dem Begriff „Fast Living“ (analog zu Fast Food – klingelt es schon bei Ihnen?) sofort etwas anfangen können, tun sich viele noch schwer mit der sanften Variante. Straff zusammengefasst (denn Slow Living ist eine Lebenseinstellung, die nahezu alle Bereiche umfasst und damit ganz schön komplex ist), bedeutet Slow Living nicht anderes als: Zurück zu den Wurzeln. Es geht um Nachhaltigkeit, Einfachheit und darum, sich auf das Schöne zu besinnen und es wertzuschätzen. Darum, sich auf das Echte, Wahre, Gute zu besinnen und allen Firlefanz außen vor zu lassen. Konzentration auf das Wesentliche also...

Was gar nicht so einfach ist, denn: Hände hoch, wer kennt es nicht? Konsum, der glücklich macht. Viel hilft viel – und interessanterweise immer dann, wenn es uns sowieso nicht gaaanz so gut geht. Hier mal ein neues T-Shirt, dort der leckere Badezusatz, die schönen Duftkerze – ach ja, und wie konnten wir eigentlich so lange ohne das neue Sofakissen auskommen? Kaufen und Kaufen ist in den seltensten Fällen das Gleiche. Vielmehr gilt es zu erkennen, welches eigentliche Bedürfnis hinter dem Kaufverhalten steckt...

 

Ich kaufe, also bin ich

Für Psychologen ist der Wunsch nach Mehr einfach zu erklären: Der Konsum als die simpelste Medizin, um Frustration aus dem Alltag zu kompensieren – frei nach dem Motto: Ich entschädige mich für etwas, das blöd gelaufen ist, indem ich mir etwas Schönes kaufe.

 

Natürlich sind die meisten von uns dennoch weit davon entfernt, als kaufsüchtig zu gelten. Und: Die meisten Menschen lieben schöne Dinge, ohne deswegen von ihnen abhängig zu sein. Trotzdem möchte wir diese Gedanken für ein Plädoyer nutzen – und zwar ganz kurz und knapp: Investieren Sie in Lieblingsstücke!

 

Umgeben von Dingen, die glücklich machen

So, und damit kommen wir nun auf eines unserer Herzensthemen zu sprechen, der Konzentration auf das Wesentliche. Damit meinen wir nicht, dass Sie sich morgen von allem trennen müssen, was Ihnen lieb und wert ist. Auch nicht, dass Sie künftig nur noch ganz spartanisch leben sollten. Vielmehr steht hier der Gedanke dahinter, sich ausschließlich mit Dingen zu umgeben, die Sie glücklich machen. So wie es schon die japanische Aufräumspezialistin Marie Kondo in ihrer KonMari-Methode perfekt auf den Punkt bringt: „Keep only those things that speak to your heart.“ Und da könnten wir uns durchaus vorstellen, dass uns die Rolf Benz Couch oder ein Stuhl von Thonet langfristig glücklicher machen als die doppelte Menge an günstigen Stücken, die uns zunächst vielleicht als erschwinglicher scheinen, weil mehr Produkt für weniger Geld, aber glauben Sie uns: Diese Rechnung geht nie auf!

 

Stichwort Nachhaltigkeit

Es ist doch so: Qualität hat ihren Preis. Und wissen Sie was? Das ist auch gut so! Allein aus Achtung und Wertschätzung vor dem Handwerk sollten wir Zeit, Material und sonstigen Aufwand immer mitbedenken, wenn wir in einen Gegenstand investieren wollen. Unter welchen Umständen Masse produziert wird, wissen wir ja in den meisten Fällen. Faire Arbeitsbedingungen, verantwortungsbewusste Rohstoffe und gute Verarbeitung haben nun einmal ihren Preis. Die gute Nachricht ist aber: Wenn Sie sich einmal für die Investition in ein solches Lieblingsstück entschieden haben, wird es Sie in der Regel Ihr Leben lang begleiten. Eine Umfrage in der Redaktion bestätigt das nur – vom Eames Chair von den Eltern, der Wagenfeld-Leuchte von Tecnolumen sogar noch von den Großeltern oder auch dem selbst gekauften Bell Table von ClassiCon (auf den die siebenjährige Tochter bereits ihr Äuglein geworfen hat) – diese Stücke sind gekommen, um zu bleiben.

© 2019 AmbienteDirect GmbH. Alle Rechte vorbehalten.