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Warum Me-Time heute so wichtig ist

 

Hand aufs Herz: Hatten Sie heute schon Zeit mit und für sich selbst? Die sogenannte Me-Time ist ein unerlässlicher Bestandteil, wenn es um das Thema „Mindfulness“ geht. (Zu Deutsch: Achtsamkeit)

 

Tatsächlich sind wir heute in unserer schnelllebigen Zeit so vielen äußeren, teilweise sehr penetranten Einflüssen ausgesetzt, dass diese Form der Aufmerksamkeit für uns selbst immer wichtiger wird. In der buddhistischen Lehre und Meditationspraxis ist dies schon lange fest verankert. Viele Menschen tun sich hierzulande aber dennoch extrem schwer damit, sich selbst die gleiche und intensive Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen, wie ihren Mitmenschen.

 

Warum das krank und unglücklich machen kann und wie wir den Teufelskreis aus Stress, Hektik und dem Fokus auf Außen unterbrechen können, verrät uns Frau Dr. Maier-Heinle aus München. Die Fachärztin für Innere Medizin ist außerdem in den Bereichen Akupunktur und traditionelle chinesische Medizin, klassische Homöopathie und Hypnotherapie ausgebildet und verfolgt damit einen holistischen Ansatz – immer mit dem Ziel, Körper und Seele in einem gesunden Gleichgewicht zu halten und ihren Patienten damit ein Maximum an Lebensqualität zur Verfügung zu stellen.

 

Im Gespräch mit Frau Dr. Maier-Heinle aus München

 

Ihr holistischer Ansatz verrät es: Die Gesundheit eines Menschen hängt nicht nur vom Funktionieren seines Körpers ab, auch die Seele muss ihren Beitrag leisten. Ist das Ihrer Meinung nach der Grund dafür, dass sich immer mehr Menschen auf sich besinnen und gegen ein reines Funktionieren rebellieren?

Das stimmt absolut, wobei ich den Ansatz, den Körper und die Energie, die ihn antreibt (unabhängig davon, wie man diese Energie nennen will) trennen zu wollen, nie verstanden habe. Körper und Seele sind, zumindest so lange ein Mensch lebt, eine Einheit – keine voneinander getrennten Teile.

Es ist meines Erachtens eine seltsame Fehlentwicklung, den Menschen auf Teil-Funktionen reduzieren zu wollen, als Roboter-ähnliche Nutzkreatur, die jederzeit einsatzfähig sein soll. Da wundert es mich nicht, dass immer mehr Menschen diese Haltung ablehnen.

 

Was verstehen Sie als klassische Medizinerin unter dem Begriff „Mindfulness“?

Achtsamkeit trifft es schon sehr gut. Grundsätzlich denke ich, sind viele Menschen auch von sich aus achtsam, sobald man ihnen den Raum dazu lässt. In unserer Zeit werden Menschen aus jeder Ecke berieselt und das macht es immer problematischer, mit sich selbst in Kontakt zu bleiben. Es gibt einen nahezu schon pathologischen Drang Seitens der der Politik, Wirtschaft oder Bildungsindustrie, alles zu verflachen, zu vereinheitlichen und Menschen in eine möglichst funktionale, konsumfreudige Haltung zu bringen. Der Druck, sich in die Konsum- und Leistungsgesellschaft als nützliches Mitglied einzubringen, ist schon sehr hoch.

 

Was raten Sie Menschen, deren Work-Life-Balance ganz offensichtlich außer Kontrolle geraten ist?

Erst einmal, wenn irgendwie möglich, zur Ruhe zu kommen, auch mit Hilfe, wenn gewünscht. Dann beginnen zu hinterfragen, welche Motive und Mechanismen hinter dem Verhalten liegen, das zur Schieflage im Leben führte, und den gefühlten Kontrollverlust betrachten. Versuchen zu verstehen, wie es zum Verlust der Achtsamkeit gekommen ist und welche Möglichkeiten es gibt, die Balance wieder zu finden. Das ist kein schneller Prozess, es gibt keine probaten Instant-Lösungen für komplexe Probleme.

 

1 Mindfulness Kachel
2 Mindfulness Kachel
3 Mindfulness Kachel

Sind Sie der Meinung, dass ein bewussterer Umgang mit sich, seinem Körper und der Psyche bestimmten Krankheiten vorbeugen kann?

Dazu gibt es sogar wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse:

  • Ausreichend Schlaf
  • Nur geringe, verträgliche Mengen an Schadstoffen
  • Ausreichend, aber auch nicht zu viel Bewegung
  • Eine gute soziale Einbindung an den/die Partner/in und/oder einen kleinen, verlässlichen Familien- und Freundeskreis (wobei Familie nicht zwangsläufig die Herkunftsfamilie sein muss, und virtuelle „Friends“ damit nicht gemeint sind)
  • Gegenseitiger Respekt und Achtsamkeit (das heißt, auch die eigene Individualität und das Individuell-Sein der Anderen im Vergleich respektieren und akzeptieren)
  • Ausreichende Erholungsphasen
  • Eine Verbindung zur Natur
  • (und bei durchaus vielen Menschen) Kontakt zu Tieren

 

Diese Punkte fördern die Gesundheit und halten fit!

 

Das konstruktive Bearbeiten von Problemen spielt übrigens ebenfalls eine enorm wichtige Rolle. Dass bei nahezu niemandem alle diese Faktoren erfüllt sind und auch nicht erfüllt sein müssen, versteht sich von selbst. Also bitte keine Minderwertigkeitsgefühle, wenn die Liste nicht erfolgreich „abgehakt“ werden kann. Das Leben ist für alle ein kontinuierlicher Lern-Prozess und keine vorgefertigte Erfolgsstory, und die hier aufgeführten positiven Aspekte sind unterschiedlich wichtig für jeden Einzelnen.

 

Welche Signale meines Körpers/meiner Seele sollten mich wachrütteln?

Gereiztheit, Schlafstörungen, zu wenig Schlaf, Erschöpfungsgefühle, Gedankenkreisen ohne Lösungsansätze, Herzrasen, Schmerzen oder Unwohlsein, die immer wieder auftreten, Appetitlosigkeit ebenso wie unmäßiger Hunger und häufige Infekte sind beispielsweise alarmierende Zeichen, dass etwas verändert werden sollte.

 

Verraten Sie uns, wie Sie persönlich sofort entspannen können und wieder einen „mindful“ Zugang zu sich gewinnen?

Ich tausche mich aus mit Menschen, denen ich vertraue, bewege mich in einer Umgebung, in der ich mich möglichst wohlfühle, hinterfrage meine Motive und Handlungen und beschäftige mich mit meinen Tieren. Außerdem bin ich seit Jahren aktiv in der Unterstützung der Tierschutzorganisation soidog. Mich hier zu engagieren, ist etwas, das mir wiederum viel Ruhe und Kraft gibt. Grundsätzlich muss aber jeder für sich entscheiden, was ihm gut tut.

 

Inwiefern spielt im Kontext Mindfulness auch Ernährung eine Rolle?

Es gibt diesen alten, überspitzen Werbespruch von Wasa: „Du bist, was Du isst“. Das ist im Kern durchaus zutreffend. Zuviel, zu wenig, zu einseitig, zu Chemikalien- und Schadstoff-behaftet, qualitativ schlecht produziert, mit zu geringen qualitativ hochwertigen Inhaltsstoffen und nahezu keinen Vitaminen und Ballaststoffen mehr, das spielt durchaus eine Rolle für die Gesundheit. Hier achtsam zu sein, rentiert sich in jedem Fall, die gelegentliche „Sünde“ mal ausgenommen.

 

Frau Maier-Hainle, wir danken Ihnen sehr für das Gespräch!

 

Mehr Infos gibt es unter: https://www.syn-med.de

 

Enjoy yourself

Sie haben es gelesen: Die Zeit mit uns selbst ist die wichtigste. Damit Sie diese auch so intensiv wie möglich genießen können, haben wir in der Galerie unsere absoluten Favoriten in Sachen Entspannung gesammelt. Ob Teeservice von Kähler, Duftkerze von Tom Dixon oder Kuschel-Plaid von Hay –  wir zeigen Ihnen die Helfer, mit denen unsere Redaktion gerne die Me-Time genießt.

Die wichtigsten Facts nochmal im Überblick:

 

  • Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig, auf Work-Life-Balance zu achten
  • Signale des Körpers wie Herzrasen und ständige Infektanfälligkeit ernst nehmen und reagieren
  • Krankheiten kann jeder mit einem bewussten und gesunden Umgang mit sich selbst vorbeugen
  • Sich Rituale überlegen, die einen herunterbringen und einen „mindful“ Zugang zu sich selbst gewinnen

 

 

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