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Die Welt von Kartell

17. Mai 2019 / Marken

Kartell – eine Erfolgsgeschichte

Möbel und Wohnaccessoires, die uns sofort in ihren Bann ziehen. Faszinierende Designklassiker und facettenreiche Lieblingsstücke – das alles ist Kartell. Wir nehmen Sie mit auf eine spannende Zeitreise: Von den Anfängen der Firma über ihren Aufstieg und ihr Erfolgsrezept bis hin zu ihrer Zusammenarbeit mit echten Designergrößen. Und glauben Sie uns, wenn wir sagen, dass diese Geschichte alles andere als langweilig ist.

 

Auf den Spuren von Kartell

Zunächst besteht die Produktpalette allerdings noch aus Automobilzubehör, Laborbedarf und allgemeinen Haushaltswaren. Das soll sich jedoch im Laufe der Zeit radikal ändern. Anfang der 1960er Jahre beginnt Kartell zunehmend damit, Einrichtungsgegenstände anzufertigen. Castelli und seine Frau Anna Castelli Ferrieri setzen sich das Ziel, dem tristen Nachkriegsitalien mit farbenfrohen und funktionalen Produkten wieder neues Leben einzuhauchen. Und der Plan geht auf: In den darauffolgenden Jahrzehnten entstehen etliche Klassiker, die nicht nur mit ihrem formschönen Äußeren überzeugen, sondern ebenso mit praktischen Zusatzfunktionen und einer enormen Ausdruckstärke.

 

Von Autoteilen zu exklusiven Designermöbeln

Es war eines der ersten erfolgreichen Kreationen des italienischen Markenlabels und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit: Das ästhetische Container-System Kartell Componibili von 1967. Entworfen von der oben genannten Gattin Castellis, vereint es Innovation und Coolness, indem es verschiedensten Verwendungsanforderungen gerecht wird. Sie können ihn zum Beispiel als Stauraum und gleichzeitig als Ablagefläche benutzten. Die brandneuen Metallic-Farben Gold, Silber und Kupfer machen den futuristischen Look des Kunststoff-Containers komplett.

Ein weiteres absolutes Liebhaberstück ist der legendäre Louis Ghost Armlehnstuhl aus Polycarbonat, dessen Erscheinungsbild sich an dem Barockstil zu Zeiten von Louis XV. orientiert. Dieses besondere Modell stammt aus der Hand des französischen Star-Designers Philippe Starck. Dessen Name dürfte vor allem Kartell-Fans der jüngeren Generationen ein Begriff sein. Steht er doch für unkonventionelle Arbeiten, die auch gerne mal provozieren und gesellschaftskritische Themen aufgreifen. In der Materialauswahl für seine Entwürfe ist Starck ebenso experimentierfreudig und kombiniert ausgefallene Werkstoffe wie beispielsweise Chrom und Plüsch miteinander. Mit verschiedenen Interieur-Projekten erlangte er weltweite Bekanntheit. Dazu gehörten unter anderem:

 

  • Groninger Museum
  • Hotel Royalton in New York
  • Hotel Paramount in New York
  • Asahi-Brauerei in Tokyo

 

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Weitere renommierte Kümstler hinter der Marke Kartell

Patricia Urquiola

Die gebürtige Spanierin absolvierte ein Architektur-Studium in Madrid und Mailand. Als Assistentin renommierter Designer wie Castiglioni und Bettinelli konnte sie ihr Wissen sowie ihren Erfahrungsschatz umfassend erweitern und ausbauen. Seit 2001 besitzt sie ihr eigenes Planungsbüro für Design, Architektur und Installationen in Mailand. Ihre Kreationen sind nicht nur etwas fürs Auge, sondern sprechen alle menschlichen Sinne an. Ihre Arbeiten für Kartell bestechen mit floralem Dekor und sinnlicher Haptik. Ob Möbel, Leuchten oder Teppiche – Urquiolas Handschrift ist einzigartig und verschafft jedem ihrer Produkte einen besonderen Wiedererkennungswert.

 

Ferruccio Laviani

Nach dem Abschluss seines Design- und Architekturstudiums in Mailand arbeitete Laviani im Studio des Künstlers Michele De Lucchi. Wie Philippe Starck war Laviani  ebenso an der architektonischen Entwicklung und dem Bau des Groninger Museums in den Niederlanden beteiligt. Seit den frühen 1990er Jahren unterstützt er die „Artistic Direction“ von Kartell. Neben seiner Tätigkeit als Designer richtet der Italiener auch Messestände, Outlets und Boutiquen ein.

 

Der Erfolg gibt Kartell recht

Kaum ein anderes Unternehmen konnte sich langfristig so gut entwickeln und global behaupten. Die Firma verkauft ihre italienischen Designermöbel heute in insgesamt 96 Ländern. Mittlerweile hat sie unzählige Nominierungen und Preise erhalten:

  • 2010: Good Design Award
  • 2012: Interior Design’s Best of Year Award
  • 2012: 3x Good Design Award
  • 2013: Red Dot Design Award
  • 2016: Red Dot Design Award

 

Trotz der aktuellen Kontroversen rund um das Thema Plastik, ist sich Kartell in der Auswahl und Herstellung seines Materials treu geblieben. Verständlich, wenn man bedenkt, dass es der Firma vor vielen Jahrzehnten tatsächlich gelang, einen Imagewandel von Kunststoffprodukten hervorzurufen. Kartell erkannte früh ihr Potenzial und schöpft ihre Vorteile wie den geringen Pflegeaufwand oder die große Gestaltungsfreiheit in Farb- und Formgebung bis heute gewinnbringend aus. Risikobereitschaft sowie Begeisterung und Offenheit gegenüber Innovationen taten ihr Übriges und tragen dazu bei, dass das Unternehmen auch heute noch regelmäßig neue Märkte erobert.

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