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Homestory: Im Loft von Bloggerin kitschcanmakeyourich

5. Juni 2019 / Homestories
00 Presenter SM Kitschcanmakeyourich
Bilder: Benni Janzen
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Zu Gast in Bielefeld

Wohnen in einem Loft – der Traum von vielen! Bloggerin Lilli Grewe („kitschcanmakeyourich“ ) konnte sich diesen Wunsch erfüllen. Gemeinsam mit ihrem Mann Sascha (Designer von „artcanbreakyourheart“) und ihren beiden Kindern Laura und Emma wohnt sie in einem historischen Gewerbepark in Bielefeld. Ein 100 Quadratmeter großer, offener Raum bietet eine tolle Möglichkeit für die Familie, sich bei der Einrichtung phantasievoll auszuleben und die Wohnung zu etwas Besonderem zu machen. Wir von AmbienteDirect waren bei den kreativen Bielefeldern zu Besuch!

Ein freundlicher Handwerker hat mir unten den Weg zu euch gezeigt, denn ihr wart gar nicht so leicht zu finden! Mitten in einem Gewerbepark zu wohnen, das ist ungewöhnlich. Wie seid ihr an die Wohnung gekommen?

Sascha: Das war ein unglaublicher Glücksfall. Nachdem wir schon sieben Jahre auf der Suche nach einer neuen Wohnung waren, kam ich mit einer Galeristin näher ins Gespräch. Wie sich herausstellte, gehörte dem Eigentümer der Galerie auch noch ein historischer Gewerbepark, am Rande Bielefelds. Dort war gerade ein Gebäude frei geworden und nach der ersten Besichtigung wussten wir direkt, warum wir vorher all die Jahre auf das Richtige warten mussten.

Lilli: Das Gebäude ist früher der ehemalige Kohlenschuppen gewesen, der in den 90er Jahren umgebaut worden ist. Oben war vorher ein Büro, das wir innerhalb von knapp vier Monaten zu einem Loft umgebaut haben. Direkt unter dem Loft ist unser Studio, beziehungsweise Werkstatt. Auch sehr praktisch, dass Sascha dort total flexibel arbeiten und zwischen den Arbeitsgängen hochkommen kann. Gemeinsam essen ist doch schöner als alleine. 

 

 

Aufregend, dass ihr den Gewerbepark für euch habt, wenn die anderen Büros hier Feierabend machen. Wie ist das Gefühl, dann alleine zu sein?

Sascha: Wir fühlen uns hier wie auf Alcatraz, von zwei Seiten haben wir Wasser, an den anderen beiden gehen abends die Tore zu. Außerdem gibt es noch einen Sicherheitsdienst und Kameraüberwachung. Man kann schon deutlich unsicherer wohnen.

 

Lilli: Unsere Kids genießen den Park abends und am Wochenende sehr. Wir stellen dann zur Vorsicht die Warnhütchen auf und dann können die beiden um das Haus flitzen.

 

Werfen wir mal einen Blick hier in die Wohnung: Wie ist die aufgeteilt?

Lilli: Wie für ein Loft üblich, gibt es kaum Wände. Den Blick aus der Küche genieße ich sehr, da ich von dort aus den kompletten Wohnraum sehen kann. Auf der rechten Seite befinden sich die beiden Bäder, dahinter der freistehende Arbeitsplatz und danach der Schlafbereich, der von einem eingebauten Kleiderschrank vom Wohnraum abgetrennt wird. In der Mitte befindet sich unser großer Esstisch, er ist das Herz des Lofts und unser Lieblingsplatz, da wir dort alle zusammenkommen. Links befinden sich die beiden Kinderzimmer. Emmas Raum ist nur durch einen Vorhang abgetrennt. Sie kennt das aber gar nicht anders und spielt sowieso meistens hier im Wohnraum oder am Esstisch. Laura ist also die einzige, die ein eigenes Zimmer für sich hat, mit einer Tür, die sie hinter sich schließen kann.

Sascha: Und wenn wir mal Übernachtungsbesuch haben, dann schläft der entweder im Studio oder in Lauras Zimmer. Sie selbst übernachtet dann bei Lillis Eltern, die gar nicht weit weg von hier wohnen.

 

Ihr habt kein Sofa – wie gestaltet ihr einen gemütlichen Filmeabend?

Lilli: Da wir auch keinen Fernseher haben, gucken wir Filme und Serien meistens im Bett - das ist gemütlich und man muss danach nicht mehr umziehen und kann gleich im Bett bleiben. Wenn Emma abends schon schläft, schauen wir mit Kopfhörern, damit sie einen erholten Schlaf bekommt.

Wie hängen die beiden Label kitschcanmakeyourich und artcanbreakyourheart zusammen?

Sascha: Angefangen habe ich 2010 mit artcanbreakyourheart und seitdem Möbel wie die Buchstabenhocker oder unser Krokodillowboard produziert. Fünf Jahre später haben wir kitschcanmakeyourich gegründet und Lilli hat für dieses Schwesterlabel Wohnaccessoires entworfen. Da Lilli aber mittlerweile als Instabloggerin (#instagraminteriorchallenge) und hauptsächlich als Social Media Managerin für uns und andere Firmen arbeitet, kümmere ich mich gerade größtenteils um die Produktion beider Labels. Für kitschcanmakeyourich fertigen wir daher nur noch die Dinge, die uns Spaß machen.

 

Lilli, du hast täglich viel mit Instagram zu tun. Stellst du deine eigene Einrichtung manchmal in Frage, wenn du ständig so viele inspirative Bilder aus dem Interior-Bereich siehst?

Lilli: Da ist vieles sehr Schönes dabei. Allerdings sehe ich mich an manchen Dingen einfach satt, denn auf Instagram wird auch vieles gepostet, was sehr einheitlich wirkt. Immer derselbe Look… Ich wünsche mir manchmal, dass manche etwas mutiger bei der Einrichtung wären oder einfach auch mal eine Alternative zu einer Lampe sehen, die sonst jeder hat. Grundsätzlich versuchen wir hier bei uns zuhause nicht dem Look der „Masse“ zu folgen, sondern individueller und besonders zu gestalten. Ich denke, das ist nachhaltiger und wir haben viele Jahre Freude damit, weil wir uns noch nicht satt gesehen haben.

 

Was mögt ihr an der Farbe Weiß, die hier in eurem Loft dominiert?

Sascha: Weiß ist eine gute Basis, die wir mit farbigen Objekte kombinieren können. Wie zum Beispiel mit unserem gelb-rosanem Stuhl, den ich dem Betreiber eines Sushilokals in Berlin abgekauft habe. Demnächst hängen wir hier ein Ölgemälde auf, das wir von einem Künstler aus Istanbul haben anfertigen lassen. Wir lieben besondere und individuelle Möbel und spezielle Details. Von mir aus könnte unsere Einrichtung ruhig noch ein wenig extrovertierter sein.

Lilli: Also von mir aus nicht! (lacht) Ich würde gerne noch mehr Textilien in unseren Raum integrieren und es etwas gemütlicher machen. Sascha mag es lieber reduzierter und minimalistischer. Insgesamt sind wir aber sehr glücklich mit unserer Einrichtung – wir ergänzen uns gut in unseren Ansichten!

Eure Küche hat einen sehr schönen cleanen Look. Die Leuchte von Nemo habt ihr ja von uns. Wie seid ihr ursprünglich auf die gestoßen?

Sascha: Ich habe die mal auf Instagram entdeckt. Bei meiner Recherche seid ihr dann als erstes aufgepoppt. Ich musste anfangs eine ziemliche Fummelarbeit erledigen, um sie so zu installieren, dass das Kabel nicht herunterbaumelt. Ich habe also in die Rigipswände gebort und das Kabel hinter der Wand durchgeführt. Das hat sehr gut geklappt und wir sind jeden Tag glücklich, die Leuchte zu sehen!

 

Welche Design-Marken findet man sonst hier bei euch in der Wohnung?

Lilli: Wir schätzen die Möbel von e15 sehr – von denen haben wir das Bett und den Backenzahn als Beistelltisch. In der Küche haben wir unter anderem die KitchenAid und den Küchenrollenhalter von Hay. Grundsätzlich unterstützen wir aber auch gerne junge Designerlabels.

Sascha: Wir sind ja in derselben Situation und freuen uns, wenn die Leute bei uns kaufen und nicht immer bei den etablierten Marken. Jungdesigner haben es oft gar nicht so leicht. Die Leute legen zwar immer mehr Wert auf individuelle Anfertigungen, Nachhaltigkeit und Regionalität, aber die breite Masse kauft eben doch noch überwiegend bei den großen Marken ein. Bei uns im Loft findest du von allem etwas. Da sind bekannte Marken dabei, Produkte von jungen Labels und uns selbst, oder auch besondere Objekte wie die Skulptur von Karl-Manfred Rennertz.

Liebe Lilli, lieber Sascha. Ganz herzlichen Dank für die Einladung nach Bielefeld, es war sehr inspirierend bei euch!

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