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Designer des Jahres: Sebastian Herkner

8. Februar 2019 / Designer
Presenter SM Herkner
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Aus purer Leidenschaft

 

Sein „Bell Table“ (für ClassiCon) sorgt für glänzende Augen, seine Entwürfe überraschen und begeistern immer wieder durch neue, teilweise edgy Details, die auf unaufgeregte Art und Weise den Zeitgeist auffassen und widergeben. Sein Design vereint pure Eleganz, intensive Farben, raffinierte Formen und eine Liaison aus traditionellem Handwerk und hochmodernen Technologien. Die Rede ist vom deutschen Designer Sebastian Herkner, dessen Fokus auf Möbelstücken, Objekten und Leuchten liegt, die sich in verschiedenen Kontexten immer wieder neu deuten lassen. Und der von Maison Objet jetzt zum Designer des Jahres auserwählt wurde. Wir gratulieren!

Bild: Gaby Gerster

 

Best of Bell

Das beste Beispiel für einen typischen Herkner-Entwurf – wir erwähnten es bereits gleich zu Beginn – ist der legendäre „Bell Table“ für den Hersteller ClassiCon. Das Interior-Masterpiece bedeutete den Durchbruch für Sebastian Herkner, der 1981 im baden-württembergischen Bad Mergentheim geboren wurde und – nach dem Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main und einem Praktikum bei Stella McCartney in London – 2006 sein eigenes Design-Studio gründete.

 

Ohne plakativ zu wirken, trifft der renommierte Tisch mit dem mundgeblasenen Glas-Fundament und der Platte aus Kupfer oder Messing exakt den Zeitgeist. Eingefahrene Wahrnehmungsvorstellungen werden dabei getrost auf den Kopf gestellt – die Silhouette der transparenten Glocke entsteht in feinsinniger Handarbeit in der Glasmanufaktur Freiherr von Poschinger im Bayerischen Wald. Auf dieser Basis scheint das Metall geradezu zu schweben. Eine sinnliche, skulpturale Verbindung aus Materialien, Farben und Oberflächen!

Schönes, das hält, was es verspricht

Das Spannende an Herkners Arbeiten: Sie büßen neben ihrer Schönheit niemals an Funktionalität oder Praktikabilität ein. Die „Bell Light“ Pendelleuchte von ClassiCon etwa kommt mit drei verschiedenen Lampenschirmen und –fassungen und lässt sich individuell kombinieren sowie an die persönlichen Vorlieben anpassen. Die „Collar Lamp“ für den Hersteller Gubi fasziniert in fünf Farben und zwei Größen – als Solist oder Ensemble. Und der „Fill Up“ Schirmständer für Jan Kurtz zeigt sich gleich mit mehreren Features – er ist als dekorativer Pflanzkasten oder mit hölzerner Abdeckplatte als Sitz- und Ablagefläche nutzbar.

 

Ein weiterer, völlig unerwarteter Coup, der dennoch Herkners unverkennbare Handschrift trägt, ist die Zusammenarbeit mit der kolumbianischen Designerin Ana María Calderón Kayser für deren Label Ames. An ihrer Seite besuchte Herkner bereits 2015 Kolumbien und dort die Dörfer der Töpfer und Teppichknüpfer. Das Ergebnis: traditionelles Design, ganz neu interpretiert.

1 Kachel Herkner
2 Kachel Herkner
3 Kachel Herkner

Unangepasst, vielseitig und sich selbst immer treu

Es scheint, als habe Herkner seine Finger sehr oft im Spiel bei sensationellen und erfolgreichen Kooperationen, die eine große Fangemeinde begeistern. Kein Wunder, schließlich steht Detailliebe ganz oben auf der Agenda des mehrfach mit Fachpreisen ausgezeichneten Designers (z.B. „Elle Deco Young Design Talent of the Year 2015“) Bei der Entwicklung seiner Produkte lassen sich Kreativität und Handwerkskunst nur gemeinsam betrachten. Das Ergebnis: Furniture-Highlights, die jedes Zimmer, jede Einrichtung, jedes Zuhause mit ikonischem Charme bereichern.

 

Und das ist sicher nur einer der Gründe, warum Herkner nun von der Pariser Lifestyle Messe Maison & Objet zum Designer des Jahres 2019 gekürt wird. Wir gratulieren Sebastian Herkner herzlich und freuen uns auf viele weitere Entwürfe, die uns begeistern.

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