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Saskia Diez

Designer
Magazin SaskiaDiez
Photocredits: Conny Mirbach
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„Ich mag Klarheit. Ich mag auch Mut. Ich mag Dinge mit einer Aussage, Dinge, bei denen man den Designer spüren kann.“

Eine Power-Frau in zarter Elfengestalt – diesen Eindruck gewinnt man automatisch, wenn man auf Designerin Saskia Diez aus München trifft. Beeindruckend ist dabei nicht nur ihr sehr individueller Stil in Sachen Mode und Accessoires, sondern auch die Persönlichkeit, die dahinter steht. Wir haben Saskia zum Interview getroffen.

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Gelernte Goldschmiedin, studierte Industrie-Designerin – in einem Interview hast Du mal gesagt, „ich mache gerne Sachen, und meistens ist es Schmuck“. Woher kommt diese Affinität?
Woher sie kommt, kann ich nicht genau sagen, sie begleitet mich aber schon sehr lange. Ich arbeite gerne unabhängig, um Dinge auszuprobieren, brauche ich oft nur Schnur, Draht, Papier, Schere, Stift und mich selbst.

Welche Ursprungsidee verbirgt sich hinter dem Label Saskia Diez?
Ich wollte Schmuck machen, der so ist, dass ich ihn selbst tragen würde. Das klingt nicht sehr originell, aber es gab eben diese Lücke, ein unbesetztes Feld. 

Welche Materialien bevorzugst Du beim Arbeiten?
In meiner Ausbildung hatte ich das Glück, in einer Werkstatt zu arbeiten, in der in allen handwerklichen Techniken sehr teure und aufwändige Stücke gefertigt wurden, und dadurch habe ich dort wahnsinnig viel gelernt, selbst solche Dinge wie Granulieren oder Emaillieren. Am liebsten habe ich dort mit Feingold gearbeitet. Alles haben wir selbst hergestellt, auch Drähte und Bleche, selbst legiert, eingeschmolzen, gegossen, geschmiedet. Feingold ist pures Gold, und wenn man es geglüht hat, ist es hinterher so weich wie Butter, es fühlt sich samtig an und leuchtet fast mystisch und wenn man es schmiedet, wird es federhart.

Inwieweit inspiriert Dich Deine Stadt zu Deinen Entwürfen?
Man kann hier gut und konzentriert arbeiten, in seine Arbeit eintauchen. Und es gibt einen wahren Schatz an Werkstätten und Manufakturen in München, das ist sehr besonders hier.

Nach welchen Kriterien durchläuft Dein Design-Prozess?
Ich probiere viel aus, werfe Dinge zusammen oder Ideen, irgendwann isoliere ich dann eine Idee oder ein Bild, und versuche, eine Art Extrakt oder Konzentrat herzustellen, in dem dann alles so ist, wie es sein muss und man im Grunde nichts mehr hinzu fügen möchte und nichts mehr weg nehmen kann.

Wie würdest Du Deinen persönlichen Stil beschreiben?
Ich mag Klarheit. Ich mag auch Mut. Ich mag Dinge mit einer Aussage, Dinge, bei denen man den Designer spüren kann. Das trifft für mich auch auf Mode zu, bei der ich fast nur Sachen trage, deren Designer ich kenne und mag.

Wie würdest Du den typischen Münchner Stil bezeichnen?
Die Außenwirkung ist wichtig, zeigen, dass es einem gut geht.

Wie ist das Bild der perfekten Saskia Diez-Käuferin?
Stolz, stark, mutig, sinnlich, intelligent, neugierig.

Welcher Wohn-Trend gefällt Dir aktuell besonders gut?
Effizienz in der Nutzung von Räumen finde ich gut. Freiräume und Nischen schaffen, auch auf kleinem Raum.

Wohnen mit Kindern erfordert oft eine gewissen Flexibilität hinsichtlich Design und Funktion – wie haltet ihr es damit?
Ich glaube, es ist gut, wenn man den Kindern Gerüste bietet, mit denen sich prinzipiell Ordnung halten lässt. Trotzdem ist die größte Herausforderung immer wieder, das Chaos im Zaum zu halten beziehunsgweise dafür zu sorgen, dass es sich nicht auf alle Zimmer ausweitet, was tendenziell immer der Fall ist, und trotzdem gelassen zu bleiben.

Kreativität bedeutet für Dich…?
Eine Freiheit im Denken, soweit das möglich ist.

Welche Stadt außer München würde Dich noch als Heimathafen reizen?
Ich mag viele Orte, Heimat ist für mich nicht so sehr gebunden, aber es gibt Dinge, dich ich gerne um mich habe. Nähe zum Wasser, Leute, die mir nahe sind. Ein paar gute Plätze, an denen man sich wohl fühlt, über die man etwas weiß.

Gibt es einen Kraftort, an dem Du Ruhe und Inspiration tankst?
Die Isar. Ich bin gern im und am Wasser.

Könntest Du Dir einen anderen Beruf für Dich vorstellen?
Hörspielsprecherin.

Wo siehst Du Dich und Deine Entwürfe in zehn Jahren?
Darauf bin ich selbst gespannt.

Und wir erst...Wir sagen Danke, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast!

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