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Folklore mal anders

Designer

Traditionelles Design, ganz neu interpretiert

Sein „Bell Table“ (für den Hersteller ClassiCon) sorgt für glänzende Augen, seine Entwürfe überraschen und begeistern immer wieder durch neue und teilweise edgy Details, die auf unaufgeregte Art und Weise den Zeitgeist auffassen und widergeben. Die Rede ist von Sebastian Herkner, der am liebsten unkonventionelle (und farbenfrohe) Wege geht und sich nicht vom Mainstream beeinflussen lässt.
So auch in der Zusammenarbeit mit der kolumbianischen Designerin Ana María Calderón Kayser für deren Label Ames. An ihrer Seite besuchte Herkner bereits 2015 Kolumbien und dort die Dörfer der Töpfer und Teppichknüpfer. Das Ergebnis: traditionelles Design, ganz neu interpretiert.
Kein Wunder bei all dem vielfältigen Input, den dieses ungewöhnliche Land zu bieten hat. Trotz aller Schwierigkeiten sei Kolumbien ein Paradies auf Erden, so Calderón Kayser, die heute in der Idylle des Koblenzer Hinterlandes lebt. All die wunderbaren Farben der Tiere und Pflanzen, die unterschiedlichen Klimazonen, die landestypische Küche mit ihren Gewürzen und Zutaten... Es sei ihr eine Herzensangelegenheit gewesen, Herkner all dies zeigen zu können, da nur ein Einblick in Kultur, Folklore und Landschaft einen authentischen Blick auf den Charakter Kolumbiens gewährleisten und auch nur darüber ein ebenso authentisches Produkt entstehen könne.

Herkner 2
Herkner 1
Foto: Ames GmbH
Herkner 6
Foto: Ames GmbH
Herkner 5
Herkner 4
Herkner 3

Galeriefotos: Ames GmbH

So besuchten die beiden Designer entlang ihrer Route zahlreiche kleine Manufakturen und Familien, die ihre Produkte bis heute auf traditionelle Weise fertigen. Aus diesen Begegnungen und Eindrücken, ihren Farben und Formen entstand die Kollektion Ames Sala, ein farbenfrohes und wunderschönes Sortiment aus Kissen, Körben und Keramiken.

Sowohl Herkner als auch Calderón Kayser war dabei wichtig, dass man den Produkten ihre Herkunft ansieht, sie aber dennoch eine moderne Attitüde mitbringen. Außerdem sollten sie zu hundert Prozent aus Naturmaterialien handgearbeitet sein und das visuell wie haptisch widerspiegeln. In Cerinza, einem Dorf in der Provinz Boyacá, entwickelte Herkner gemeinsam mit Korbflechtern die Serie „Fibra“: Alle Körbe sind aus Espartogras gefertigt, das ab einer Höhe von 2.600 Metern wild wächst. Dort wird es gesammelt, zur weiteren Verarbeitung getrocknet und vor dem Flechten überwiegend mit natürlichen Rohstoffen eingefärbt.

Neben dem interkulturellen Austausch betont die Kollektion besonders das Engagement alleinerziehender Frauen, deren Motivation und Kreativität sich in jedem Produkt wiederfinden. Aber auch die Arbeit aller anderen Kunsthandwerker und deren Familien kommen bei Ames Sala explizit zum Tragen, da diese ihre Techniken geschätzt sehen und sich damit ihre Existenz sichern können. Was laut Calderón Kayser wiederum das Interesse der jüngeren Generationen am traditionellen Kunsthandwerk wecke – eine Win Win Situation für alle Beteiligten!

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