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Ettore Sottsass

Designer

„Ich arbeite an so vielen unterschiedlichen Dingen. Ich mache Fotos, kleine Zeichnungen und enorme Gebäude, und ich schreibe. Sonst würde sich mein Geist sicherlich langweilen.“

Ettore Sottsass

Designer/Architekt

Ettore Sottsass (1917 – 2007) war ein österreichischer Architekt und Designer. Charakteristisch für seine Entwürfe war die von ihm stark geprägte Stilrichtung des „Anti-Designs“, was ihn international bekannt und erfolgreich machte.


Die Philosophie der von Sottsass ausgelösten Anti-Design-Bewegung war gänzlich „antikommerziell“ und richtete sich gegen das elegante Designobjekt als Statussymbol. Er forderte als Protest gegen den Funktionalismus eine stärkere Konzentration auf die Einbindung von Emotionen und Affekten in seinen Designs und war der Meinung, dass Design nicht nur funktional sein müsse, sondern auch sinnlich und aufregend. 1981 gründete Sottsass deshalb die Design-Gruppe Memphis, die das Ende des internationalen Stils verkündete und ihren Namen mit der Wende zum emotionalen Design bzw. der Postmoderne verknüpfte. Die Kreationen von Memphis waren außergewöhnlich und auffallend. Marmor und Edelhölzer wurden mit farbigen Glühbirnen und gemustertem Kunststofflaminat kombiniert, Schränke setzten sich aus geometrischen Formen wie Kugeln, Kuben und Zylindern zusammen. Memphis spielte mit der Kombination unterschiedlichster Formen, Farben, Materialien und Mustern – die Möbel wurden „lebendig“ und lösten Emotionen aus.

Eines seiner bekanntesten Werke war die Reiseschreibmaschine „Valentine“, die er für das italienische Unternehmen Olivetti entwarf. Das Gehäuse der Schreibmaschine ist „lippenstiftrot“ und mit ihr gewann er 1970 den begehrten Designpreis Compasso d’Oro. Heute gilt die Maschine als Meilenstein des Industriedesigns.

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