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80 Jahre Georg Baselitz

Kultur
Presenter Baselitz
Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin. Photos: Matthias Kolb
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Punkt, Punkt, Komma, Strich

Happy Birthday! Zum 80. Geburtstag des deutschen Künstlers Georg Baselitz Anfang des Jahres sind seine Werke einmal rund um den Globus zu bewundern.

"An Kunsthochschulen wird überprüft, ob jemand in der Lage ist, mit einem Bleistift eine interpretative und vergleichbare Ähnlichkeit herzustellen, und genau das kann ich nicht. Wer mit Punkt, Punkt, Komma, Strich ein Gesicht darstellt, wird abgelehnt, und wer es richtig macht, wird aufgenommen. Es ist nicht gefragt, wo der größere Geist steckt", sagte Georg Baselitz in einem Interview mit dem Kunstforum.

Das mit dem großen Geist dürfte heute bewiesen sein, ein Enfant terrible der Kunstszene aber war und ist Baselitz allemal. 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz/Sachsen geboren, wusste der Künstler schon immer, was er wollte. Und was nicht. Bezähmbar sein nämlich und den Erwartungen entsprechen. So flog er 1957 dann auch zunächst mal wegen "gesellschaftspolitischer Unreife" von der Ost-Berliner Hochschule, bevor er sein Studium in West-Berlin fortsetzen konnte.

1963 sorgte Baselitz mit den Bildern "Die Große Nacht im Eimer" und "Der nackte Mann" in der Berliner Galerie Werner & Katz für einen handfesten Skandal (die Phallus-Darstellung löste viel Wirbel aus und führte 1964/65 zu gerichtlichen Auseinandersetzungen).

Internationale Ausstellungen

In der Fondation Beyeler in Basel ist dieses letztere "Skandalbild" nun zu bestaunen. Ab Juni wird die umfangreiche Ausstellung in veränderter Form nach Washington an das „Hirshhorn Museum and Sculpture Garden“ weiterziehen. Darüber hinaus lief in der Berliner Galerie „Contemporary Fine Arts“ die Ausstellung "Hommage à Georg Baselitz" bis März, die von Kunsthistoriker Siegfried Gohr realisiert wurde. Und auch München präsentierte zum Ehrentag von Baselitz in der Staatlichen Graphischen Sammlung München Hauptwerke seines Schaffens. Werke, die sowohl radikal expressive Holzschnitte aus den späten 50er- und frühen 60er-Jahren als auch Probedrucke seiner großformatigen, lyrisch sensitiven Farbradierungen aus der jüngsten Zeit umfassten.

Auffallend bei all seinen Werken: Baselitz Mut zu Farben und abstrakter Formensprache. Für alle jene also, die es bisher nicht in eine der Ausstellungen geschafft haben und auch nicht schaffen werden, haben wir unsere Favoriten zusammengestellt, die wunderbar mit Baselitz Kunstwerken harmonieren. Wie etwa der "Cocktail Chair" von Moooi in Grasgrün (erinnert uns an sein Werk „Tierstücke“), der „Inout“ Beistelltisch von Gervasoni in Blau („Fingermalerei – Adler“) oder auch der „Cut“ Armlehnstuhl von lapalma („Melancholie - 1 Rose“). Für das ultimative Baselitz-Feeling gehört es sich übrigens, alle Bilder verkehrt herum aufzuhängen. Voilà!

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