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Traditionen: X-Mas around the world

19. November 2018 / Trends & Looks
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Wer feiert wie?

Endlich ist es wieder so weit: Die schönste Zeit des Jahres steht vor der Tür. Und damit Kerzenschein, leckere Plätzchen, besinnliche Abende mit Familie und Freunden – oder?!

Nun ja, lassen Sie es uns so sagen: Nicht überall auf der Welt wird Weihnachten so zelebriert wie bei uns oft und gerne üblich. Vielmehr gilt auch in diesem Punkt: Andere Länder, andere Sitten. Wir haben uns mal schlau gemacht...

 

Brasilien

In Brasilien ist nicht der 24., sondern der 25. Dezember der eigentliche Weihnachtstag und ein geschützter Feiertag. Die Traditionen ähneln dennoch den europäischen und nordamerikanischen (Weihnachtsbaum, Wichteln, Verschicken von Weihnachtskarten und Dekoration mit Lichtern und der Krippe). Trotz des warmen Wetters wird winterlich dekoriert, gerne mit Kunstschnee. Und damit ist auch klar, dass das Schmücken eine sehr wichtige Rolle in dieser Zeit spielt. In manchen Städten (zum Beispiel in Curitiba) gibt es sogar Dekorationswettbewerbe. Der Heilige Abend ist dabei aber der wichtigste Tag, der um Mitternacht in den Kirchen mit der Messe des Hahnes, der „Missa do Galo“, gefeiert wird.

 

Luxemburg

In Luxemburg begeht man den Heiligen Abend traditionell mit Blutwurst, Stampfkartoffeln und Apfelsoße und gemeinsam mit Familie und Freunden. Die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum dürfen erst nach der Mitternachtsmesse ausgepackt werden.

01 StyleMag 3er Kachel
02 StyleMag 3er Kachel
03 StyleMag 3er Kachel

Philippinen

Das „Giant Lantern Festival“ findet jährlich am Samstag vor Heiligabend in der Stadt San Fernando statt – der eigentlichen „Weihnachtshauptstadt“ der Philippinen. Das Festival, an dem sich elf Dörfer am harten Kampf um die kunstvollste Laterne beteiligen, begeistert Zuschauer aus der ganzen Welt. Ursprünglich handelte es sich bei den Laternen übrigens um einfache Konstruktionen von etwa 60 cm Durchmesser, die aus Japanpapier hergestellt und mit Kerzen erleuchtet wurden. Heute bestehen die Laternen aus ganz unterschiedlichen Materialien und erreichen einen Durchmesser von über 6 (!!!) Metern. Erleuchtet werden sie mithilfe von Glühbirnen, die in einem Kaleidoskop aus Mustern erstrahlen. Klingt vielleicht etwas übertrieben, sieht aber im Gesamtbild wirklich wunderschön und sehr stimmungsvoll aus.

 

Japan

Weihnachten hatte und hat in Japan noch nie eine besondere Bedeutung. Abgesehen von ein paar weltlichen Traditionen wie Geschenken und Lichterketten ist das Fest hier eher eine Randnotiz. Was nicht heißt, dass die Japaner nicht doch ein Ass an Besonderheit aus dem Ärmel zaubern, wenn es darum geht, sich von anderen Ländern abzuheben: In den letzten Jahren konnte sich eine neue, eher ungewöhnliche „Tradition“ behaupten, nämlich ein Weihnachtsschmaus der US-Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken. Ganz klar, wer etwas auf sich hält, verspeist am Heiligen Abend Chicken Wings in BBQ-Soße.

 

Island

13 Tagen vor Weihnachten wird Island von 13 trollartigen Figuren, den Jólasveinar, heimgesucht. Extra für sie stellen die Kinder ihre besten Schuhe ans Fenster, woraufhin jeder einzelne Troll Geschenke für artige Jungen und Mädchen hineinsteckt, während die ungezogenen faulende Kartoffeln bekommen. An Heiligabend selbst kommen Weihnachtslamm, Rauchfleisch, Würstchen und selbstgebrautes Bier auf den Tisch.

 

Venezuela

In Caracas brechen die Einwohner an Heiligabend frühmorgens zur Kirche auf – und zwar auf Rollschuhen! Diese einzigartige Tradition ist so beliebt, dass die Straßen der Stadt für Autos gesperrt werden, damit die Menschen sicher zur Kirche rollen können, bevor sie zu Hause ihr Weihnachtsessen genießen: Tamales (gedämpfte, mit Fleisch gefüllte Rollen aus Maisteig).

 

Vereinigtes Königreich und Irland

Die Weihnachtstraditionen auf den Britischen Inseln wurden auch von ihren ehemaligen Kolonien in Nordamerika, Australien oder Neuseeland übernommen. Am Heiligen Abend (Christmas Eve) werden die Geschenke durch den Weihnachtsmann, (der hier „Father Christmas“ genannt wird) unter den Weihnachtsbaum geliefert. Am Weihnachtstag selbst (Christmas Day) kommen Familien und manchmal auch Freunde zu einem traditionellen Weihnachtsessen zusammen. Und auch am 26. Dezember wird weiter gefeiert: Der Boxing Day im Vereinigten Königreich ist eine Erweiterung des Weihnachtsfestes und gilt als genauso wichtig und festlich wie Weihnachten selbst.

 

Italien

Moderne Traditionen sowie Überbleibsel der römischen Zeit kennzeichnen die Feiern von „Natale“, dem italienischen Weihnachten. Am 8. Dezember feiert man das Hochfest der Unbefleckten Empfängnis, was bedeutet: Ab diesem Tag wird festlich geschmückt und sowohl Weihnachtsbaum als auch Krippe aufgestellt.

An Heiligabend selbst wird die Christmesse besucht, außerdem essen die Italiener an diesem Tag kein Fleisch. Das Weihnachtsessen besteht vielmehr aus Meeresfrüchten, Pasta und Süßigkeiten. Am 25. Dezember feiert man mit einem Familienessen mit verschiedenen Fleischsorten, Käse und Süßigkeiten. In einigen Teilen Italiens werden die Geschenke vom Christkind an Heiligabend gebracht, in anderen erst durch die „Befana“, eine alte Witwe, am Dreikönigstag. Aber auch „Babbo Natale“, eine Version des Weihnachtsmanns, ist in letzter Zeit häufiger geworden. Am 26. Dezember feiert man den Stephanstag, der in Italien gesetzlicher Feiertag ist.

 

Vereinigte Staaten

In den Vereinigten Staaten gilt Weihnachten als wichtiger Bestandteil der amerikanischen Kultur, auch wenn aufgrund der Multikulturalität des Landes die politisch korrekte Version allgemeiner ausgedrückt wird (auf Karten steht dann zum Beispiel lieber „Season’s Greetings“ oder „Happy Holidays“). Zu den amerikanischen Traditionen zählen unter anderem der vom Nordpol kommende „Santa Claus“, Weihnachtsbäume, Weihnachtskarten, Weihnachtslieder, Weihnachtskrippen, elektrische Lichterketten, Geschenke und – ganz wichtig – Küsse unterm Mistelzweig.

 

Sie sehen: Weihnachten kann auch anders gestaltet werden. Was sich aber überall auf der Welt wohl ähnelt, ist die Liebe zu festlicher Dekoration. Unsere Top-3-Favoriten für dieses Jahr:

Weihnachten im Chalet-Stil

Jahr für Jahr ein Volltreffer: Weihnachten in einer verschneiten Berghütte ist Romantik pur und lässt sich auch im heimischen Wohnzimmer leicht umsetzen. Die Hilfsmittel hierfür sind traditioneller, nostalgischer Weihnachtsschmuck, viel Holz und Textilien aus Materialien wie Wolle, Fell oder Filz. Wenn Sie glücklicher Besitzer eines Kamins sind, wird dieser zur Bühne für liebevolle Arrangements aus Kerzen, Zweigen und hübschen Weihnachtskarten. Unser Favorit mit nostalgischem Motiv: die X-Mas Edition „Edison the Petit“ von Fatboy.

 

Knallige Weihnachten

Nicht jeder ist ein Freund von Nostalgie und traditionellen Dekoobjekten. Dass Weihnachten auch poppig-bunt, aber dennoch festlich sein kann, beweisen Hersteller wie Alessi, die sich etwa dem Thema Krippe von einer ganz anderen Seite genährt haben: die „Presepe“ Krippe ist ein echtes weihnachtliches Schmunzel-Highlight in Knallfarben und moderner Form. In Kombination zu klaren Farben mit starken Kontrasten sowie anderen bunten Accessoires: absolut gelungen und mit Gute-Laune-Garantie.

 

Puristische Weihnachten

Dem bereits etablierten Scandi Chic entlehnt, schmücken Puristen in der Vorweihnachtszeit bevorzugt in Schwarz und Weiß mit Akzenten in Mint oder Eisblau und Elementen aus der Natur (zarte Zweige, Äste, Tannenzapfen oder schöne Steine) sowie Materialien aus Holz, Jute und Leinen. Die Accessoires von Tom Dixon machen sich in diesem Rahmen ganz besonders schön. Julkuchen und Glögg dazu, dann steht dem „God jul“ nichts mehr im Wege.


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