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Tropischer Minimalismus

Architektur
TheSlow Presenter
Photo – The Slow
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„Spätestens seit dem Kinohit „Eat, Pray, Love“ lockt Bali als Insel der Sinnsuchenden.“

Dass die tropische Insel aber noch viel mehr als Yoga und Hippie-Leben zu bieten hat, zeigt jetzt ein neues Boutique-Hotel: „The Slow“ ist nämlich nicht nur ein neuer Stern auf der Gästekarte Balis, sondern vor allem ein architektonisches Highlight.

Stolz steht der minimalistische Betonkubus aus der Hand des jungen indonesischen Architekten Rieky J. Sunur, am Strand von Canggu. In der üppig grünenden Natur, wirkt der Bau zunächst klotzig und kantig – doch gerade seine Andersartigkeit zieht in den Bann. Schmale Teakholz-Streben verkleiden große Teile der Fassade, Fenster sind nicht zu erkennen. Doch auf den zweiten Blick kommt Spiel in den cleanen Kasten: Hier kragt ein Dach über, dort ist ein Quadrat in die Holzverkleidung geschnitten, das man um seine eigene Achse drehen kann. Was so dekorativ anmutet, hat aber vor allem einen funktionalen Hintergedanken: Die Holzhülle soll die Sonne abschirmen, ihr gleißendes Licht filtern und nur sanft ins Innere des Gebäudes einfallen lassen. Und der Inselwind kann gleichzeitig durch die Öffnungen hindurchstreichen.

In den öffentlichen Bereichen des Hotels, wie dem Restaurant und der Bar, bewirken die luftigen Holzwände, dass man sich abgeschirmt fühlt, vom mitunter trubeligen Hipster-Leben der Insel. Einfallendes Sonnenlicht wird weichgezeichnet, auf den Boden werden träumerische Licht-Schattenspiele geworfen. Die Decken nehmen das Holzgitter als Gestaltungselement auf und legen so einen warmen Gegenpol zum ansonsten omnipräsenten Beton. Das markante Material hat im „The Slow“ einen großen Auftritt: Beton-Außenwände bilden den Rahmen des Boutique-Hotels, offene Beton-Backsteinwände finden sich in den Zimmern, die Bar des Hauses ist aus Feinsteinbeton… Doch der unfertige, mitunter brutalistische Charakter des Betons tut hier gestalterisch richtig gut: Es wirkt markant, männlich, urban – ein beruhigender Gegenpol zum „Boho-Tüddelütt“ Balis.

Üppig blühende Vegetation findet man auf Bali auch aller Ortens, deshalb wir die Natur im „The Slow“ nur kunstvoll inszeniert: Da hängt in hübschen Pflanzampeln wallendes Grün von der Decke, grafisch anmutende Palmen dürfen in handgeflochtenen Körben die Hotelzimmer auffrischen – Green Living par excellence! Die Suiten bieten Outdoorduschen, die von Rauchglaswänden eingefasst sind und durch ein privates Stückchen Regenwald den nötigen Sichtschutz bekommen.

Grün, Schwarz, Grau und alle Stufen von Weiß – mehr Farben braucht das „The Slow“ auch nicht, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Damit es einem in dem architektonisch eher kargen Bau nicht kalt wird, wurden nämlich die feinsten Naturmaterialien eingeladen, ihn heimelig aufzuwerten: Ledersessel, Leinenvorhänge, Schafsfelle, Juteteppiche… es ist ein Fest der Werkstoffe und ein Fest für die Sinne.

Wirklich laut ist hier maximal die Kunst an den Wänden: Ein Detailfoto von David Bowies knallenger Lederkluft thront da über dem Doppelbett, brennende Autoreifen, wunderschöne, nackte Meerjungfrauen… Die Inhaber (und Gestalter) des Hotels, George Gorrow and Cisco Tschurtschenthaler, haben dafür ihre private Kunst-Sammlung gerupft: Werke von Chris Searl, Mike Piscitelli, Mark Gonzales, und vielen anderen teilt das weltgereiste Entrepreneur/Mode/Model-Paar nun mit seinen Gästen. In der hoteleigenen Galerie veranstalten sie aber auch Ausstellungen und Vernissagen und im Concept-Shop „Room 14“ kann man Kunst und Mode von Hotelinhaber Gorrow und Gareth Moody kaufen. Da könnte es passieren, dass bald die Art-Szene Bali entert…

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