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Mailands Schatzkammer

Architektur
Magazin Portrait The-Visit
Photo – Studiopepe
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Lust auf Farbe und Muster

Die Via Palermo ist eine dieser Straßen, für die man Mailand liebt: Imposante Stadtpaläste säumen die Straße, schwere Holzflügeltüren schirmen die üppigen Stadtgärten dahinter vom hektischen Stadtleben ab. In den letzten Frühlingswochen stand aber die von Hausnummer 1 stets weit offen, denn die Mailänder Kreativagentur Studiopepe nutzte die Altbauwohnung im dritten Stock für ihr ganz persönliches Design-Manifest.

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„The Visit“ von Arianna Lelli Mami und Chiara Di Pinto, den beiden Kreativköpfen hinter Studiopepe, lud dazu ein, die Arbeit und den Geist des Frauen-Duos zu entdecken – und ganz nebenbei noch das stilvoll, transformierte Stadtapartment: Da wurden auf 100 Quadratmetern Wände koloriert, Samtvorhänge als Trennung aufgehängt, skulpturale Möbel und Leuchten platziert und überall kleine Dekoobjekte versteckt.


Bulthaup, Molteni & C., Vitra, aber auch aufstrebende Newcomer wie Lambert & Fils, Astep oder Atelier de Troupe – so wie die Klienten von Studiopepe das Who-is-Who der internationalen Designszene sind, trafen auch bei „The Visit“ die renommiertesten Labels aufeinander. CC-Tapis, eine junge, aufstrebende Mailänder Teppichfirma mit französischen Wurzeln und jahrzehntelangem Know-How, bekam dabei einen besonderen Auftritt: Die handgeknüpften Teppiche schmückten nicht nur den eleganten Fischgrat-Parkettboden, sondern auch in Form von wollenen Kunstobjekten die hohen Wände der Altbauwohnung. Doch genau um diese Verbindungen von Architektur, Design, Kunst und sogar Mode geht es Ariana und Chiara in ihrer Arbeit.

Unterschiedliche Farben und Materialien

Im Falle von „The Visit“ war die Zusammenarbeit der Disziplinen eine besonders farbintensive Liaison: Sonnensattes Gelb, schmächtiges Tannengrün, mediterranes Terracotta-Rot, dazu pudrige Nudetöne, Schwarz und Weiß…  Die Wandfarben wurden jedoch nicht nur dekorativ eingesetzt, sondern auch um Räume zu strukturieren: Im Wohnzimmer leitete ein Farbband beispielweise den Besucher vom Essbereich hinüber zur Sitzecke. Und eine Lesenische wurde durch Farbe und ein Lichtband deutlich vom Rest des Raumes abgetrennt. Doch nicht nur die Töne spielten hier miteinander: Auch geometrische Muster mit monochromen Farbflächen und unterschiedlichste Materialien (darunter Marmor, Holz, Messing und Wolle) interagierten, indem sie von Studiopepe lässig nebeneinander gestellt wurden.

Dass es einem als Besucher bei all dieser Gestaltungsliebe nicht zu bunt wurde, dafür sorgte das klare Konzept von Studiopepe. „Wir lieben den Stil von Gio Ponti und das Designmilieu seiner Schaffensjahre“ erzählt Arianna Lelli Mami. „Wir schätzen aber auch den delikaten, ironischen und femininen Touch von Sonia Delaunay, Charlotte Perriand oder Natalie du Pasquier.“ Dass zwischen dem italienischen Meister und den Künstlerinnen stilistische Welten liegen, scheint Studiopepe dabei nicht zu stören. Im Gegenteil: Sie kreieren aus diesen Inspirationsquellen immer wieder einen visuell starken, aber dennoch poetischen Stil. Das machte nicht nur im visionären Mailänder Apartment Spaß, sondern macht auch Hoffnung auf Studiopepes nächsten Schaffensjahre und eine neue Stilblüte des Interior-Designs.  

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